LEICHTATHLETIK : Norm erfüllt – Selina Schulenburg hofft jetzt auf die Olympia-Nominierung

Selina Schulenburg (15) hat die Kriterien für einen Start bei den Olympischen Jugendspielen  erfüllt.
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Selina Schulenburg (15) hat die Kriterien für einen Start bei den Olympischen Jugendspielen erfüllt.

Mit übersprungenen 1,77 Metern hat das Altenholzer Hochsprung-Talent Selina Schulenburg die Norm für die Olmpischen Jugendspiele gemeistert. Jetzt liegt es am DOSB, sie für China zu nominieren.

shz.de von
03. Juni 2014, 06:00 Uhr

Der Höhenflug von Hochspringerin Selina Schulenburg (TSV Altenholz) hält auch in dieser Saison an. Bei den Qualifikationswettkämpfen im Hochsprung für die Olympischen Jugendspiele der U18 vom 16. bis 28. August diesen Jahres in Nanjing (China) sind nur acht Springerinnen aus Europa startberechtigt. Dabei hielt Schulenburg mit ihrer europäischen Konkurrenz in Baku (Aserbaidschan) sehr gut mit. Lief es in der Qualifikation für das Finale noch nicht so ganz rund, zeigte sich die Altenholzerin im Finale wieder einmal von ihrer besten Seite und gewohnt nervenstark. Gleich fünf Springerinnen schafften die Höhe von 1,77 m. Auf Grund ihrer hervorragenden Serie – die Höhen 1,66m, 1,71m, 1,74m und 1,77m nahm sie alle im ersten Versuch – bedeutete das den sechsten Platz. Diesen musste sie sich mit Nawal Meniker (Frankreich) und Julija Tarvide (Lettland) teilen, da auch diese Athletinnen die gleiche Serie wie die Altenholzerin hinlegten.

„Damit hat Selina die Kriterien erfüllt. Jetzt heißt es abzuwarten, ob sie auch vom Deutschen Olympischen Sportbund nominiert wird. Der DLV wird sie auf Grund ihrer Leistung bestimmt vorschlagen“, glaubt Vereinstrainer Karsten Ralfs, der über Internet den Wettkampf seiner Athletin intensiv verfolgte. „Das war schon sehr spannend“, berichtet Ralfs.

Im Vorfeld dieses Wettkampfes hatte Ralfs durchaus mit dem Finaleinzug gerechnet: „Wir haben den Anlauf auf neun Schritte umgestellt. Es hat eine Zeit gedauert, bis Selina die Umstellung gelang. Dadurch gab es mehr Fehlversuche. Doch jetzt ist sie so weit, dass sie sich wieder ganz auf die sprungtechnischen Abläufe konzentrieren kann“, erklärt Ralfs. Das war aber auch erforderlich, denn alle zwölf Finalistinnen erfüllten die Qualifikationshöhe von 1,77 m. Das ist sehr ungewöhnlich, denn meist schafften nur fünf bis sechs Springerinnen die geforderte Norm, der Rest wird dann von Springerinnen mit niedrigeren Höhen auf zwölf Teilnehmerinnen aufgefüllt, berichtet Bundestrainerin Sophia Sagonas.

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