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das liebste grün der deutschen : Nordmanntanne ist der Schlager

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Tannenbaumverkauf auf Gut Ludwigsburg ist auch bis Heiligabend möglich . Das Kaufverhalten von Männern und Frauen ist unterschiedlich.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 06:03 Uhr

Drei Tage noch – dann ist Heiligabend. Wohl dem, der schon einen Tannenbaum hat. Aber auch diejenigen, die noch keine Weihnachtstanne haben, müssen nicht verzeifeln. Überall sind noch Bäume käuflich zu erwerben. So auch auf Gut Ludwigsburg bei Kurt-Jürgen Carl. „Bei uns kann man am 24. Dezember noch bis 17 Uhr einen Tannenbaum kaufen“, erzählt er.

Auf 20 Hektar pflanzt der 64-Jährige das begehrte Grün an. Carl kennt sich aus in dem Geschäft – vor 25 Jahren hat er das erste Mal Tannenbäume angebaut. „Anbau und Pflege von Tannenbäumen bedeutet sehr viel Handarbeit“, weiß er denn auch zu berichten. Als zwei- bis dreijährige Setzlinge kauft er die Tannen und bringt sie in seiner Plantage ein. Dort müssen sie gehegt und gepflegt werden, bevor sie in den Verkauf gelangen. „So ein Tannenbaum braucht acht bis zehn Jahre, um ein richtiger Weihnachtsbaum zu werden“, so der Fachmann.

Außerdem gelte es, die Bäume vor Rehverbiss sowie Krähen und Drosseln zu schützen. Letztere bauen gerne Nester in den Spitzen und zerstören sie auf diese Weise.

Die Nordmanntanne ist und bleibt der Verkaufsschlager unter den Weihnachtsbäumen. Ihr Vorteil sind die weichen Nadeln, die in den überheizten Wohnzimmern länger halten. Andere Sorten, wie die Fichte und die Sitkatanne, nadeln viel schneller. „Aber dafür duften sie herrlich nach Tanne“, so Carl. Immerhin ein Viertel seiner Kundschaft bevorzuge diese Tannen.

Fünf Mitarbeiter sind mit dem Verkauf der Weihnachtsbäume beschäftigt. „Es sind hauptsächlich Familien, die bei uns auf dem Gut kaufen“, weiß Sven Müller zu berichten. Seit sechs Jahren ist er derjenige, der zur Not auch berät und das Grün einnetzt. Es gibt große Unterschiede in Sachen Tannenbaumkauf zwischen den Geschlechtern, so seine Erfahrung. „Männer haben sofort ihren Tannenbaum gefunden. Frauen suchen eine Stunde lang.“ Die Qualität der Tannenbäume sei in diesem Jahr hervorragend, erklärt Ernst Schulz, Chef der Forstverwaltung. Der Regen im Frühjahr und die Sonne im Sommer hätten für eine gute Benadelung und Farbe gesorgt. Das könne der Kunde auch sehen. Mittels einer neuen Vorrichtung könne man das Objekt seiner Begierde jetzt von allen Seiten drehen und wenden, verrät Schulz. Wer aber unbedingt wolle, dürfe auch selbst in der Plantage seinen Baum aussuchen und mit einer Handsäge absägen.

Von 10 bis 17 Uhr ist der Tannenbaumverkauf geöffnet – auch Heiligabend. In 25 Jahren hat Carl so manche kuriose Geschichte erlebt. So gebe es immer wieder Menschen, die noch am 24. Dezember ihren Baum umtauschen würden, sagt Carl. Und diejenigen, die Löcher in den Stamm bohren, um dort Zweige hineinstecken zu können, seien beileibe nicht selten. Dabei seien die Preise mit rund 40 Euro für einen 1,80 bis zwei Meter hohen Weihnachtsbaum stabil.

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