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Sturmschäden : Noorwanderweg noch bis Frühjahr gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Schredderarbeiten mit großem Gerät haben begonnen. Erst im Frühjahr werden die Tiefbauarbeiten zur Wegsanierung losgehen. So lange bleibt der Noorwanderweg also zunächst gesperrt.

Eckernförde | Es ist laut am Noorwanderweg: 400 Pferdestärken heulen auf, es ist ein ohrenbetäubendes Knurren und Knacken zu hören. Seit gestern ist schweres Gerät auf dem Noorwanderweg im Einsatz: Ein Schredder, der Baumstämme mit einem Durchmesser von bis zu 75 Zentimetern durch seine Messer ziehen kann, arbeitet sich Meter für Meter vor und hackt alles, was Orkan „Christian“ an Ästen und Stämmen zurückgelassen hat, in kleine Stücke.

Zwischen 80 und 100 Bäume schätzt Sylvia Bent, Leiterin der Stadtgärtnerei, hat das Orkantief am 28. Oktober am Noorwanderweg umgeweht – vornehmlich Pappeln, zum Teil mit einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter. 20 von ihnen bereiten der Stadtgärtnerei besondere Kopfschmerzen: Ihre Wurzeln haben beim Umkippen der Bäume große Löcher im Weg hinterlassen.

Mit eigenen Mitteln konnte die Stadtgärtnerei den vielen vom Sturm umgewehten Bäumen nicht Herr werden. Am Noor kam deshalb das Lohnunternehmen Warnke aus Nindorf zum Einsatz, das angeschlagene Bäume fällte. Jetzt hat die Stunde der schweren Maschinen geschlagen: Noch einige Tage wird das Unternehmen Hans Thun aus Oldenhütten mit seinem großen Schredder zu tun haben. Das Schreddergut wird mit Treckern zur HaGe im Grasholz gefahren. Die Hauptgenossenschaft stellt für diese Zeit ihre betonierte Fläche als Zwischenlagerstätte zur Verfügung. Im Anschluss kommt dann eine Stubbenfräse zum Einsatz, die die angehobenen Baumwurzeln mit Baumstümpfen zerfräst. Drei Wochen veranschlagt Sylvia Bent für diese Arbeiten.

Doch damit ist es nicht getan. Im Anschluss muss die Stadtgärtnerei mit einem Hubsteiger die Baumkronen nach hängengebliebenen oder angebrochenen Ästen kontrollieren. Und dann muss der Wanderweg selbst saniert werden, denn die Wurzelteller-Aushebungen haben große Schäden verursacht. Nicht zuletzt dürften auch die schweren Maschinen Spuren hinterlassen. Deshalb hatten alle auf Frost gehofft, aber die Firmen mit Spezialgerät sind so stark ausgelastet, dass sie darauf keine Rücksicht nehmen können.

Bis zum Frühjahr wird der Noorwanderweg zwischen Schnaap und Noorfischerei also noch offiziell gesperrt sein. Denn erst wenn alle Stolperfallen behoben sind, können Passanten den Weg wieder gefahrlos nutzen. Die Kosten für den Noorwanderweg können noch nicht beziffert werden, aber der Finanzausschuss hat am Dienstagabend zusätzliche Ausgaben für das Beseitigen von Sturmschäden im gesamten Stadtgebiet in einer Gesamthöhe von 69 000 Euro zugestimmt.

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erstellt am 06.Feb.2014 | 05:58 Uhr

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