Kulturabend : Noldes religiöse Bilder

Kirche und Kultur: Dr. Reiner Herzog (hinten l.) von der Kulturinitiative Fleckeby und Pastorin Susanna Kschamer laden mit (vorne v.l.) Hans-Peter Geest (Kulturinitiative) sowie Pianist Sergej Leipson und Dr. Alf Herrmann zum Nolde-Vortrag ein.
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Kirche und Kultur: Dr. Reiner Herzog (hinten l.) von der Kulturinitiative Fleckeby und Pastorin Susanna Kschamer laden mit (vorne v.l.) Hans-Peter Geest (Kulturinitiative) sowie Pianist Sergej Leipson und Dr. Alf Herrmann zum Nolde-Vortrag ein.

Vortrag der Kulturinitiative Fleckeby am 15. November über die weniger bekannten Bilder des Expressionisten Emil Nolde in der Kirche.

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09. November 2013, 06:00 Uhr

Eine Kulturveranstaltung zum Maler Emil Nolde (1867-1956), das war der Wunsch von Monique Geest gewesen. Doch im Mai vergangenen Jahres starb die Fleckebyerin, die über zehn Jahre lang der Kulturinitiative vorstand. Ihrem Wunsch wird jetzt nachgekommen. „Noldes religiöse Bilder“ heißt der Vortrag, den Dr. Alf Hermann am Freitag, 15. November, ab 19 Uhr in der Fleckebyer Kreuzkirche halten wird. „In memoriam Monique Geest“ steht ganz oben auf dem Plakat, mit dem die Kulturinitiative für die Veranstaltung wirbt.

Der Nolde-Vortrag soll gleichzeitig so etwas wie eine Zäsur sein, sagt Dr. Reiner Herzog, der gemeinsam mit Monique Geest die Kulturinitiative Fleckeby ins Leben rief. Künftig werde die Kulturinitiative als „Kulturfleck“ in Erscheinung treten.

Kulturhistoriker Alf Hermann hat auf Einladung der Kulturinitiative in der Kirche bereits durch sehr erfolgreiche Veranstaltungen geführt. 2009 betrachtete er das Werk Michelangelos, 2011 entschlüsselte er Picassos Antikriegsgemälde „Guernica“.

Die Bilder Noldes werden wieder auf einer drei mal vier Meter großen Leinwand zu sehen sein. Rund 50 Werke des Expressionisten werden gezeigt. „Für Nolde war das Göttliche nicht in der Kirche zu spüren, sondern in der Natur, durch die Schöpfung selbst“, sagt Hermann. Vor allem der einzelne Mensch sei Nolde wichtig gewesen. Es seien Bilder aus dieser Welt, vom Diesseits, keine romantischen Vorstellungen vom Jenseits.

Um seine Bilder zu verstehen, bedarf es keiner Erläuterungen, sagt Hermann, da gebe es nicht viel zu interpretieren. „Seine Bilder werden vom Herzen aufgenommen“, betont der Historiker. Hermann wird Zitate und Selbstzeugnisse des Malers lesen, um damit den Menschen Nolde hinter den Bildern zu verstehen.

Erneut wird der Vortrag zu den Werken eines Malers mit Musik ergänzt. Pianist Sergej Leipson macht den Anfang der Veranstaltung und wird Beethovens vorletzte Sonate, opus 110, spielen. „Malerei und Musik appellieren an Emotionen“, so Hermann, „sie sollen direkt wirken, ohne Erklärungen. “

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Es wird aber um eine Spende gebeten.


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