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Neue Häuser : Noch nicht fertig und schon gebucht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die geplanten Ferienhäuser auf dem Campingplatz in Grönwohld kommen schon vor der eigentlichen Fertigstellung zum Frühsommer gut an

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 06:34 Uhr

Auf leicht erhöhtem Gelände mit Blick auf die Eckernförder Bucht – so können ab dem Frühsommer die Gäste des Campingplatzes von Michael Kreuzer ihren Urlaub verbringen. 13 kleine Designerhäuser nach dem neuesten Standard entstehen hier südlich der Campingparzellen. Sie sind rechteckig, zwischen 27 und 40 Quadratmetern groß und für vier bis sechs Personen vorgesehen. „Endlich haben wir zehneinhalb Jahre der Planung abgeschlossen“, sagt der Betreiber.

„Zur Kieler Woche sind sie schon alle ausgebucht", sagt Kreuzer und lacht. Modern sollten sie werden, das war der Wunsch, und die Architekten Thomas Hahn und Maik Loss aus Kiel setzten ihn gemeinsam mit Kreuzer um: Bei den puristisch wirkenden, rechteckigen Häusern wurden vorwiegend atmende Materialien verarbeitet. Im Innenraum herrscht glattes helles Holz vor, die Verkleidung des Holzständerbauwerks ist aus Lärche. Aber auch die Versorgung ist eindrucksvoll: Die Häuschen sind zertifiziert CO2-neutral und energetisch autark. Eine Photovoltaikanlage sammelt die Sonnenenergie durch leicht angestellte Solarelemente. In einer Art Akku in einem Zentral- und Wirtschaftsgebäude wird der Strom gesammelt und von dort abgerufen. Falls es einen Überschuss gibt, soll das übrige Netz davon profitieren. Knapp 15 Prozent des erzeugten Stroms werden darüber hinaus in das reguläre Stromnetz eingespeist und vergütet.

Geheizt werden die Ferienhäuser mit Infrarotplatten. Der Wohnraum soll bequem und funktionell eingerichtet werden, aber auch gemütlich. „Dafür gibt es in jedem Haus einen dänischen Kaminofen“, berichtet Kreuzer. Übrigens: Der Gang zum gemeinsamen Sanitärhaus entfällt für die Luxuscamper. Die Häuser sind mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet, die durch ein Oberlicht erhellt wird. „Junge Familien, die nicht campen wollen, aber die ungezwungene Atmosphäre und die Nähe zum Strand lieben“, sollen sich angezogen fühlen, wenn sein Konzept aufgeht.

Vor elf Jahren hat Michael Kreuzer den Platz in einem schlimmen Zustand übernommen. Veränderungen waren unumgänglich, aber die Vorstellungen und die Bauleitplanung musste immer wieder den mehrfach geänderten Verordnungen angepasst werden.

Auf der Fläche von 2,2 Hektar entstehen jetzt neben den Häusern noch 25 Parzellen für Mobilheime. Das Gelände ergänzt den 16 Hektar großen Platz, der insgesamt 600 Plätze aufweist, darunter 430 für Dauercamper. Für die Erweiterung muss Kreuzer rund 840  000 Euro in die Hand nehmen, durch die energetisch wohl durchdachte Umsetzung sind Fördergelder zugesagt. Viel teurer dürfe das Projekt auch nicht werden, sagt Kreuzer. Aber er macht sich keine Sorgen: „Wir haben sehr sorgfältig geplant.“

Die Häuschen sind jetzt in der Produktion. Mit der ersten Lieferung rechnet Michael Kreuzer Mitte April. Derzeit werden auch der Supermarkt und das Restaurant saniert, neue Pächter sind bereits gefunden. Ebenfalls attraktiv: An den Campingplatz grenzt eine Surf-und Kiteschule an, die durch eine Segelschule ergänzt wird. Eine Saunahütte für acht Personen steht direkt am Strand.

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