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Mittelschwansen : Noch ist der Schulstandort gesichert

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Schulausschuss des Amtes Schlei-Ostsee überlegt die Gründung eines Schulverbandes auf Amtsebene. Laut Kreis sind die Schulstandorte Mittelschwansen und Schleischule Rieseby durch eine Kooperation mit anderen Schulen dauerhaft gesichert.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2013 | 05:30 Uhr

Attraktivitätssteigerung, Standortsicherung, Wettrüsten – diese drei Schlagwörter schwebten wie ein Damoklesschwert über der ersten Sitzung des Schulausschusses des Amtes Schlei-Ostsee nach den Kommunalwahlen im Mai. Alle Tagesordnungspunkte, wie Haushaltsplanung, Ausbau der Schulsozialarbeit oder Erstellung eines Konzepts für die Nachschulbetreuung waren geprägt von den Gedanken des Erhalts und der Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung der Schule Mittelschwansen in Waabs, die sich bislang als einzige Schule in der Trägerschaft des Amtes Schlei-Ostsee befindet. Der Damper Bürgermeister Horst Böttcher, zum dritten Mal in seinem Amt als Ausschussvorsitzender bestätigt, begrüßte die Vertreter der vier an der Schule beteiligten Gemeinden: aus Waabs Bürgermeister Udo Steinacker und Heinz Haller; aus Thumby Bürgermeisterin Ulrike von Bargen; aus Holzdorf Gerd Boll (erster stellvertretender Bürgermeister) und den Damper Gemeindevertreter Raidum Rodde. Gewählt wurde Horst Böttcher für weitere fünf Jahre. In seiner Dankesrede mahnte er den Zusammenhalt des Ausschusses an, auch wenn jedes Mitglied naturgemäß die Interessen seiner eigenen Gemeinde in den Vordergrund stelle. „Wenn wir zusammenhalten, sind wir stark. Dann ist mir um die Schule nicht bang“, so Böttcher.

Dass aber anderen Mitgliedern im Ausschuss sehr wohl bang um die Schule ist, wurde im Verlauf der Sitzung schnell deutlich. Die Schulleiterin Sabine Weber berichtete mit Unterstützung der Konrektorin Bibiana Kornienko von der guten Ausstattung der Schule, der guten Arbeits- und Lernqualität. Zwar sei in diesem Schuljahr eine kleinere erste Klasse eingeschult worden, aber die Schule sei gut ausgelastet. Ob das auch für die kommenden Jahre gelte, fragten sich vor allem Udo Steinacker, Heinz Haller und Raidum Rodde. Im Hinblick auf die vorliegende Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung des Kreises, für dessen Entwurf der Schulausschuss eine Stellungnahme abzugeben hatte, meldeten sie starke Bedenken hinsichtlich der Standortsicherung an. Laut Prognose des Kreises sind die Schulstandorte Mittelschwansen und Schleischule Rieseby „dauerhaft gesichert, soweit eine kooperative Zusammenarbeit mit einer oder mehreren weiteren Schulen erfolgt“. Steinacker, Haller und Rodde favorisierten die Gründung eines Schulverbandes mit anderen Gemeinden und bezogen sich dabei auf den Hinweis des Kreises: „Für die Schleischule Rieseby und die Grundschule Mittelschwansen wird das Eingehen einer organisatorischen Verbindung für unentbehrlich gehalten, um den jeweiligen Schulstandort grundsätzlich zu erhalten.“

Mit der Gründung eines Schulverbandes falle auch das Wettrüsten der Schulen und das Buhlen um die Schüler untereinander weg, so Rodde und Steinacker. Amtsdirektor Gunnar Bock und Ausschussvorsitzender Böttcher verwiesen auf die beiden Zahlen 80 und 40. Die geforderte Zahl von 80 Schülern sei erreicht. Gedanken müsse man sich erst bei fallender Tendenz machen. Außerdem habe er bereits bei den anderen Gemeinden zwecks einer Kooperation nachgefragt, so Böttcher. Er habe stets einen abschlägigen Bescheid erhalten. Der Ausschuss beschloss, der Empfehlung des Kreises, eine Amtsträgerschaft aller Schulen des Amtsbereiches zu überlegen, zu folgen. Mit dem Hinweis, dass die Grundschule Mittelschwansen sich bereits seit 1975 in Amtsträgerschaft befinde, „womit wir guten Erfolg haben“, so Ausschussvorsitzender Horst Böttcher.

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