zur Navigation springen

Bedarf für dritte Gruppe : Noch fehlt der Ruheraum für die Kleinsten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Arbeiten in der Kita Schleikinder für die Errichtung eines separaten Ruheraums sollen in den Herbstferien beginnen. Das Votum der Gemeindevertretung steht noch aus.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2015 | 04:08 Uhr

Hell, freundlich und großzügig zeigen sich die Räume der kommunalen Kindertagesstätte Schleikinder nach der Umbauphase in den Sommerferien. Wo früher der Raum für die Vorschule war, ist jetzt eine geräumige Garderobe untergebracht. Jedes der 44 Kinder hat hier sein eigenes Fach, seinen eigenen Kleiderhaken und im Vergleich zu vorher viel Platz zum Umziehen, so dass es die eigene Matschhose stets wiederfindet und problemlos anziehen kann. Viel Lob bekommt die Gemeinde vor allem für den Umbau der sanitären Einrichtungen der Kita. Standen vorher für 44 Kinder nur zwei Toiletten zur Verfügung, stehen jetzt sechs kindgerechte WCs bereit. Das Badezimmer ist groß und hell – die Farbe gelb dominiert. „Wir sind total begeistert von dem Badezimmer“, spricht Hanna Rahlmeier, stellvertretende Leiterin der Kita, allen aus der Seele.

Einige der Kinder müssen gewickelt werden. Damit die Erzieherinnen rückenschonend arbeiten können, wurde ein Wickeltisch angeschafft, der eine ausziehbare Treppe enthält. Rund 120  000 Euro hat sich die Gemeinde den Umbau der Kita kosten lassen. In dieser Summe ist auch der Einbau einer neuen Küchenzeile im Essraum, dem ehemaligen Physikraum der Schule, enthalten.

Diese Umbauarbeiten sind gerade beendet – da stehen in den Herbstferien bereits die nächsten an. Die Kita bereitet sich auf die Aufnahme von U  3-Kindern vor. Sie sollen in einer dritten altersgemischten Gruppe betreut werden. „Aufgrund des steigenden Bedarfs ist diese dritte Gruppe wichtig“, erklärte Bürgermeister Jens Kolls auf Nachfrage. Erklärtes Ziel der Gemeinde sei es, jedes Kind in Rieseby zu halten. Als Gruppenraum müsse dann der Essraum dienen, sagte Hanna Rahlmeier. Das sei möglich, da dieser nur zu den Mahlzeiten oder Sprachtherapien oder ähnliches benutzt werde. Aber für die U3-Kinder benötige man einen separaten Ruheraum, der noch fehle, erklärte die 62-Jährige Diesen will die Gemeinde in den Herbstferien herrichten, geht es nach der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses. Auf seiner jüngsten Sitzung unter der Leitung der stellvertretenden Vorsitzenden, Doris Rothe-Pöhls, votierte das Gremium einstimmig für die Schaffung eines Ruheraumes. Geplant ist, diesen im angrenzenden Bibliotheksraum der Schule einzurichten. Die entsprechenden Kosten (Einbau einer Tür mit VSG-Verglasung zur Kita, Erneuerung der Deckenleuchten und des Bodenbelags, Malerarbeiten) schätzt der Ausschuss auf rund 7000 Euro. Die Bibliothek soll innerhalb des Schulbebäudes an einem anderen Ort untergebracht werden. Der Ausschuss erteilte Bürgermeister Jens Kolls die Ermächtiung, Preisanfragen zu veranlassen und die Aufträge an den wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen. Hanna Rahlmeier ist zufrieden: „Es hat sich im Sommer sehr viel getan – ein ganz großer Schritt für uns als Kita.“

Ein weiteres Thema der Finanzausschusssitzung waren der öffentlich-rechtliche Vertrag zur Errichtung eines Breitbandzweckvertrages und die Vereinbarung der entsprechenden Satzung. Amtsdirektor Gunnar Bock nahm zwecks Erläuterung von Fragen an der Sitzung teil. Gesprächsbedarf gab es hinsichtlich der Anschlüsse in den Außenbereichen der Gemeinde, da im ersten Bauabschnitt zunächste die Ortskerne und die Häuser in einem Radius von 400 Metern um die Ortsmitte einen Glasfaseranschluss erhalten sollen. Es wurde deutlich, dass hier auch individuelle Lösungen in Absprache mit dem Breitbandzweckverband möglich sein sollen. Mit vier Ja-Stimmen und einer Enthaltung votierte der Ausschuss für Vertrag und Satzung. Da das Innenministerium die Erhöhung des Stammkapitals auf 110  000 Euro (bisher 100  000 Euro) empfohlen hat, entfällt auf Rieseby jetzt ein Anteil von 11  832 Euro. War das Inkrafttreten bislang nach Unterzeichnung vorgesehen, empfiehlt das Ministerium dieses zum 1. Januar 2016.

Der Starkregen im Juli hat im Feuerwehrgerätehaus einen großen Wasserschaden verursacht. Daher tritt die Gebäudeversicherung nicht für die Schadensbegleichung ein. Die Trocknungskosten belaufen sich auf 2500 Euro. Statt des bisherigen Teppichs sollen Bodenfliesen im Gruppenraum verlegt werden – Kostenpunkt 5700 Euro. Infolge des Vorfalls hat das Amt eine Erkundung der Leitungsführung sowohl der Schmutz- als auch der Regenwassergrundstücksentwässerung vornehmen lassen – auch zum alten Amtshaus. Rund 5500 Euro kostet die Gemeinde die Kanalreinigungs- und Inspektionsarbeiten samt Dokumentation der Ergebnisse. Um in Zukunft auf derartige Wetterphänomene besser vorbereitet zu sein und um die Einleitung von Fremdwassermassen in die Schmutzwasserkanalisation und infolgedessen einen Rückstau in das alte Amtshaus und in das Feuerwehrgerätehaus zu verhindern, soll in einem entsprechenden Schacht eine Rückstauklappe eingebaut werden.

Bei der Erkundung wurde entdeckt, dass die Regenentwässerungsleitungen des alten Amtshauses teilweise noch aus Tonrohren bestehen. Sie weisen Einbrüche und Versandungen auf. Um in Zukunft einen feuchten Keller auszuschließen, empfahl der Auschuss die Erneuerung der Entwässerungsleitungen. Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich auf 5300 Euro. Es entstehen Gesamtkosten von rund 21  500 Euro.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen