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Festival der Ami-Schlitten : New Yorker Polizeiwagen zu Besuch am Südstrand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die „Kaputten Jungs“ veranstalten 8. „Hubraum, Strand und Meer“: 5000 Besucher und 330 imponierende Karossen am Südstrand. Das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre wird wieder lebendig.

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erstellt am 08.Sep.2014 | 06:10 Uhr

Eckernförde | Der Geruch von Abgasen liegt in der Luft, satter Sound aus V8-Motoren wummert über den Parkplatz am Südstrand. Die Autoliebhaber kamen bei der achten Auflage von „Hubraum, Strand und Meer“ wieder voll auf ihre Kosten.

Rund 5000 Besucher zog es am Sonnabend zum Südstrand. Und mittendrin: ein Wagen der New Yorker Polizei. Ursprünglich lief der Chevrolet Caprice in Manhattan, bis er im Jahr 2000 ausgemustert wurde. In Hamburg hat ihm dann Ulrich Penderok aus Wrist entdeckt und gekauft. „Ich wollte einen Ami haben. Möglichst laut und auffällig“, sagt er unserer Zeitung. „Und der ist auffällig.“ Die Reaktion der Menschen – durchweg positiv: „Die Leute freuen sich immer“, berichtete Penderok. „Nur ältere Leute verstehen es manchmal nicht.“

Am Sonnabend war der alte Polizeiwagen einer von vielen Hinguckern am Südstrand. Die leidenschaftlichen Autoliebhaber „Kaputte Jungs“ hatten die Besitzer von US-Cars, Oldtimern ab 30 Jahre aber auch Youngtimer ab 20 Jahre eingeladen, mit ihren „Schmuckstücken“ nach Eckernförde zu kommen. Am Ende waren ein stattlicher Fuhrpark von 330 Fahrzeugen zusammengekommen. Da dort aber nur Platz für 250 Autos war, mussten die Veranstalter tief in die Trickkiste greifen: Umschichtig durften die Karossen einmal durch die Besuchergasse durchfahren, um sich zu präsentieren, den Stellplatz durfte dann das nachrückende Auto einnehmen. „Letztes Jahr um 13 Uhr alles voll, dieses Jahr schon um 12 Uhr“, berichtete André Marweg, „Präsi“ der „Kaputten Jungs“. „Es wird von Jahr zu Jahr voller.“ Zum Vergleich: Als die „Kaputten Jungs“ zum ersten Mal zu „Hubraum, Strand und Meer“ luden, kamen 50 bis 60 Autos – „und die Hälfte davon waren unsere eigenen.“ Der gute Ruf sorgt für großes Interesse.

Eintritt nehmen die „Kaputten Jungs“ nicht. Die Eckernförde Touristik und Marketing GmbH stellt umsonst den Platz mit Strom und Wasser zur Verfügung. Auch die Band „Ashley“ trat ohne Gage auf. Der Überschuss der Veranstaltung wird jedes Jahr gespendet. So unterstützten die „Kaputten Jungs“ unter anderem schon die Bärenhöhle in Eckernförde, den Kindergarten im Brennofenweg und die Kinderklinik Eckernförde.

Dass die Veranstaltung nicht auf Kommerz ausgerichtet ist, gefällt Ingo Giske. Er war schon einige Male bei „Hubraum, Strand und Meer“ dabei. „Das ganze Drumherum ist schön“, sagte er. Sein Plymouth Satellite wurde im Jahr 1971 gebaut. Zu dem Erstbesitzer in den USA hat er immer noch regelmäßig Kontakt. Seit 35 Jahren fährt der Neudorf-Bornsteiner nur amerikanische Autos. Im Alltag fährt er einen Chevrolet-Pickup. Ihm gefällt alles: der Sound, der Platz, die Form.

„Ein Amerikaner“ muss es auch für Jörg Beller aus Dörphof sein. Er war mit seinem 56er Buick Century angereist. Ihm hat es ganz besonders das 50er-Jahre Rock’n’Roll-Gefühl angetan.

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