2. Floorball-Bundesliga : Neuwittenbeker rutschen auf den vorletzten Tabellenplatz ab

Bei Blau-Weiß 96 Schenefeld erwischte der TSV Neuwittenbek einen denkbar schlechten Start und verlor am Ende mit 3:6.

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21. Januar 2015, 06:00 Uhr

Nachdem das Hinspiel in der vergangenen Woche abgesagt werden musste, stand nun für den TSV Neuwittenbek das Rückspiel gegen BW 96 Schenefeld in der 2. Bundesliga Nord-West an. Im Pokal konnte der TSV zu Hause mit 5:2 gewinnen. Aber die jüngsten Ergebnisse ließen bereits einen deutlichen Aufwärtstrend der Schenefelder erkennen, den diese mit ihrem 6:3 (4:1, 1:0, 1:2)-Erfolg auch untermauerten.

Mit 17 Feldspielern reiste der TSV an und wollte mit drei Reihen das Tempo von Anfang an hoch halten. Die erste Chance der Partie bekam auch direkt der TSV: Felix Siegmon wurde vor dem gegnerischen Tor alleine gelassen und konnte mit einem langen Pass in Szene gesetzt werden. Ein Treffer sprang dabei aber noch nicht heraus. Das Toreschießen übernahm dann für drei Minuten das Heimteam, das sich eine 2:0-Führung erarbeitete. Im Anschluss nahm TSV-Coach Kunze eine Auszeit und versuchte, das Team wach zu rütteln. Doch nur eine Minute später jubelten die Schenefelder erneut. Johan Quentin Menzel traf im Anschluss an einen Freischlag per Fernschuss.

Nachdem Christian Kadow mit einer Einzelleistung sogar auf 4:0 erhöhte drohte den Neuwittenbekern nach 5:34 Minuten ein Debakel. Doch im weiteren Verlauf stabilisierte sich die TSV-Defensive. Kurz vor Schluss des ersten Drittels verkürzte Ole Jensen mit einem starken Sololauf auf 1:4.

Das zweite Drittel begann mit einem Überzahlspiel für den TSV – und damit mit einer guten Gelegenheit, das Spiel schnellstmöglich wieder offen zu gestalten. Aber das zu Saisonbeginn so gute Überzahlspiel des TSV führte nicht zum gewünschten Erfolg. Starke Goalies und das Schenefelder Aluminium verhinderten in der Folge weitere Treffer. In der 34. Minute durfte die Neuwittenbeker Überzahlreihe erneut ran. Nach einem abgefangenen Pass waren es jedoch die Schenefelder, die sich in Unterzahl über das 5:1 freuen durften.

Im letzten Drittel versuchten die Neuwittenbeker, die Gastgeber früh unter Druck zu setzen und die Zweikämpfe nicht abzugeben. Eine Unterzahlsituation wurde ohne Gegentor überstanden, doch nur kurze Zeit später verwandelte Jan-Ole Villwock einen Konter gegen die hoch stehenden Neuwittenbeker zum 6:1. Fynn Traulsen (53.) und Rückkehrer Finn-Fabian Silbernagel (54.) verkürzten noch einmal auf 3:6, und auch ein weiteres Überzahlspiel ab der 56. Minute ließ die Hoffnung des TSV noch einmal aufkeimen. Ein Treffer gelang jedoch nicht mehr. Mit dieser 3:6-Niederlage rutschten die Neuwittenbeker in der Tabelle auf den vorletzten Platz ab.

Neuwittenbeks Trainer Daniel Kunze fasst die Begegnung in Schenefeld wie folgt zusammen: „Nach vorne haben wir auf einem guten Level gespielt. Aber wer in der Defensive solche einfachen Tore zulässt, darf sich über eine Niederlage nicht wundern. Jetzt heißt es, Mund abwischen und am nächsten Spieltag zu punkten.“

Am kommenden Wochenende geht es für den TSV Neuwittenbek zweimal nach Hessen. Am Sonnabend geht es ab 16.30 Uhr in Frankfurt und am Sonntag ab 13 Uhr in Butzbach um die nötigen Zähler im Kampf gegen den drohenden Abstieg aus der 2. Bundesliga Nord-West.


TSV Neuwittenbek: Dethlefsen, F. Traulsen (1+0), Fuchs, Scholz, Zinke, Boyke, Silbernagel (1+0), Siegmon, Jensen (1+0), Jöhnk, Bassen (0+1), Sieling, Drews, Bewarder, Koschwitz (0+1), Marschke, S. Traulsen, Kaliebe.

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