Neujahrsempfang mit Überraschungsgast

Aufsichtsratsvorsitzender Martin Borchert (Mitte) begrüßte unter anderem Bürgermeister Jörg Sibbel (l.) und Ministerpräsident Daniel Günther als Gäste.
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Aufsichtsratsvorsitzender Martin Borchert (Mitte) begrüßte unter anderem Bürgermeister Jörg Sibbel (l.) und Ministerpräsident Daniel Günther als Gäste.

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10. Januar 2018, 06:29 Uhr

Selten war das Foyer der Eckernförder Bank so voll: Rund 200 Gäste sind gestern Abend zum 43. Neujahrsempfang der Genossenschaftsbank gekommen und erlebten als Überraschungsgast Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der eine kurze 200-Tage-Bilanz seiner Regierung zog.

Begrüßt wurde er vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Eckernförder Bank Martin Borchert und nahm sogleich das von ihm angeschnittene Thema auf: „Wir ruhen uns auf einer guten wirtschaftlichen Lage aus“, so Günther. „Das mag noch ein bis zwei Jahre gut gehen, aber die Welt wartet nicht auf Schleswig-Holstein.“ Es gelte, als „Riesenherausforderungen“ die Digitalisierung und den Fachkräftemangel anzugehen. Dabei plädierte er dafür, Schluss zu machen mit der Ansicht, dass möglichst jeder Schüler Abitur ablegen und studieren müssten. Schule habe die Verantwortung, jeden Menschen in die Lage zu versetzen, eine Ausbildung zu bestehen. In Teilbereichen habe man schon umgesteuert, so dass die Grundfähigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben wieder im Mittelpunkt stünden.

Daniel Günther betonte die Wichtigkeit, immer wieder in Berlin präsent zu sein, um die Landesinteressen dort zu vertreten, und ging auch auf den Straßenbau ein. Im ersten Jahr seiner Regierung würden über 100 Millionen Euro für Landesstraßen zur Verfügung gestellt – das habe es die letzten zehn Jahre nicht gegeben. Er zeigte sich offen dafür, angesprochen zu werden, wenn jemand Vorschläge hat, was für die Region getan werden könnte. „Ich bin ja auch Landtagsabgeordneter für diesen Wahlkreis.“

Im Anschluss hielt Bürgermeister Jörg Sibbel einen Rückblick auf das Jahr 2017 und nannte als eine der wichtigsten Zukunftsfragen die Rolle des Tourismus: „Für 2018 gilt es, in einen bürgerorientierten Dialog zu treten, um gemeinsam zu erörtern, welchen Stellenwert der Tourismus künftig haben soll. Daraus ergeben sich dann auch Antworten zur Zukunft des Exers.“ Für diesen zeigten Investoren weiterhin Interesse – trotz eines Verkaufswertes von 10 Millionen Euro.

Zu guter Letzt erläuterte Bankvorstand Frank Nissen die Bilanz der Eckernförder Bank (siehe unten) und ging auch auf Zusammenhänge im europäischen und weltweiten Zusammenhang ein.

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