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Sponsoren und Helfer gesucht: : Neues Zuhause für die Landjugend

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die langwierige Suche nach einer Bleibe findet auf dem Hof von Karsten Winder in Noer ein Ende.

Osdorf | Zweieinhalb Jahre waren sie auf der Suche – jetzt sind die Mitglieder der Landjugend Osdorf fündig geworden: Auf dem Hof von Karsten Winder im Brandhorst in Noer werden sie ihren neuen Treffpunkt haben. Bis zur Einweihung ist jedoch noch einiges zu tun. Der ehemalige Jungviehstall muss komplett umgebaut werden. Das wollen die 45 Mitglieder weitestgehend in Eigenleistung erbringen.

18 Jahre war die Landjugend in der alten Schmiede in Borghorst zuhause. Vor zwei Jahren mussten sie den Raum wegen Eigenbedarfs des Eigentümers räumen. Die Suche nach einer neuen Bleibe gestaltete sich schwierig (wir berichteten). „Nachdem im Ortskern nichts zu finden war, haben wir die ganze Umgegend abgegrast“, sagt der Vorsitzende Sebastian Brien (26). Entweder die Größe der Gruppe schreckte ab, oder niemand wolle für einen längeren Zeitraum vermieten. „Den brauchen wir aber, sonst lohnt sich für uns der Ausbau nicht“, erklärt Brien weiter. Die Gemeinde schaltete sich mit einer Arbeitsgruppe ein, konnte aber auch nichts erreichen.

Karsten Winder, seit 25 Jahren Mitglied der Landjugend Osdorf und Umgebung, verfolgte die Suche. Anfang des Jahres reifte der Gedanke in ihm, der Landjugend den ehemaligen Jungviehstall anzubieten. „Ich hatte Angst, dass sich das Thema Landjugend erledigt, wenn sich kein Raum findet“, sagt Winder, dessen Herz auch als passives Mitglied noch immer für den Verein schlägt. „Es ist wichtig, dass es die Gruppe gibt, und der Zusammenhalt, der dort entsteht“, findet Winder. Das zeige auch die Zahl der steigenden Mitglieder, fügt Schriftwartin Sophie Radmer (17) hinzu. Zehn Neuzugänge fanden 2014 den Weg in die Landjugendgruppe, deren Mitglieder zwischen 15 und 28 Jahre alt sind und nicht nur aus Osdorf, sondern auch der Umgebung kommen. Die Lage des neuen Treffs genau zwischen Osdorf und Noer ist damit ideal, sagt der Vorsitzende. So ist Winder überzeugt, dass sich die Arbeit, die in den Umbau investiert wird, lohnt.

Bedenken der Nachbarn wegen möglichen Lärms und zu viel Verkehr konnten bei einem Info-Abend ausgeräumt werden, teilt der stellvertretende Vorsitzende Lennard Mau (21) mit. Überzeugungsarbeit gilt es nun bei Sponsoren zu leisten. Denn damit aus 155 Quadratmetern Stall 26 Quadratmeter Lager, 84 Quadratmeter Saal und 27 Quadratmeter Küche plus Sanitärräume werden, braucht es nicht nur viele helfende Hände, sondern auch Geld- und Material – Elektrik und Sanitäranlagen bleibt in der Hand von Fachleuten. Brien und seine Vorstandskollegen haben jedoch keinen Zweifel, dass das Vorhaben gelingen wird. Er schätzt, dass der Umbau ein halbes bis ein Jahr dauern wird. Bis dahin treffen sich die Mitglieder nach wie vor mittwochs um 20 Uhr im alten Schützenheim in Jellenbek, das sie nach dem Auszug aus der Schmiede in Borghorst übergangsweise bezogen hatten.

> Wer die Landjugend beim Ausbau des Raums mit seiner Arbeitskraft oder Material unterstützen möchte, schreibt eine Mail an k.winder@web.de. Wer finanziell helfen möchte, überweist seine Spende auf das Konto der Landjugend bei der Förde Sparkasse, DE 39  21050170  100  244  8577.

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erstellt am 01.Aug.2015 | 15:00 Uhr

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