Neues Stellwerk Lindaunis zentrale Schaltstelle zwischen Kiel und Flensburg

Auch der Bahnübergang Schulweg wird jetzt zentral vom neuen Stellwerk in Lindaunis betrieben.
Auch der Bahnübergang Schulweg wird jetzt zentral vom neuen Stellwerk in Lindaunis betrieben.

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09. Juli 2014, 14:55 Uhr

Die Deutsche Bahn nimmt derzeit sukzessive das neue Eisenbahnstellwerk in Lindaunis in Betrieb genommen. Es steuert künftig im Regionalnetz Nord-Ostsee den rund 50 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Eckernförde und Flensburg. Die Bedienung aller Signalanlagen und der Klappbrücke über die Schlei sowie die Überwachung der Bahnübergänge erfolgt von der neuen Bedienzentrale Lindaunis aus. Das neue Stellwerk ersetzt fünf alte Stellwerke, von denen das älteste aus dem Jahr 1905 stammt. Die alten Signalanlagen werden durch moderne und innovative Technik ersetzt, teilte die Bahn gestern mit. So sollen unter anderem durch den Einsatz von wartungsarmen LED-Signalen statt Glühlampen die Instandhaltungskosten gesenkt werden. Inzwischen sind alle Signale aufgestellt, alle Kabel verlegt und der Bedienplatz in der Bedienzentrale in Lindaunis aufgebaut. Die Bahnübergänge werden während der Umschaltphase durch Bahnübergangsposten gesichert.

Aufgrund einer Stellwerksstörung in Lindaunis kommt es im Regionalbahnverkehr zwischen Kiel und Flensburg derzeit allerdings auch zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Die Störungsursache konnte noch nicht lokalisiert werden. Mitarbeiter der Bahn arbeiten mit Hochdruck an der Störungsbeseitigung. Im Zugverkehr zwischen Kiel und Flensburg kommt es nach Mitteilung der Bahn zu längeren Fahrzeiten. Die Regionalbahnen zwischen Kiel und Eckernförde fuhren gestern ganztägig nur im 60-Minuten-Takt, statt im 30-Minuten-Takt. Die Züge halten zusätzlich in Kiel-Hassee. Informationen zu aktuellen Zugverbindungen finden Fahrgäste auf www.bahn.de und unter den mobilen Apps. Die Bahn hat die Fahrgäste für die entstehenden Unannehmlichkeiten um Entschuldigung gebeten.

Durch den Bau des neuen Stellwerks – die Deutsche Bahn investiert dafür rund 19 Millionen Euro – werden gleichzeitig weitere Maßnahmen in Angriff genommen. Im Bahnhof Eckernförde werden die Übergänge zwischen den Bahnsteigen durch automatische Schranken gesichert. Hier sind drei Gleise für den Zugbetrieb vorhanden. Überwiegend im Gleis 3 werden die in Eckernförde beginnenden und endenden Züge halten. Der neue Bahnübergang in Süderbrarup erhält Halbschranken mit Lichtzeichenanlage. Im Zusammenhang mit dem Bau des Stellwerks Lindaunis wurde auch der Bahnhof Süderbrarup umgestaltet.

Die eingleisige Strecke zwischen Kiel und Flensburg wird täglich von 62 Reisezügen befahren. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 120 km/h.

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