Aktiv im Alter : Neues Netzwerk für Senioren im Wohld

Daumen hoch für körperliche, geistige, soziale und kulturelle Beweglichkeit von Senioren. Das soll die zu gründende Seniorenliga mit vielfältigen Aktivitäten ermöglichen.
Daumen hoch für körperliche, geistige, soziale und kulturelle Beweglichkeit von Senioren. Das soll die zu gründende Seniorenliga mit vielfältigen Aktivitäten ermöglichen.

Gettorfs Seniorenbeirat entwickelt ein Konzept für ein Angebot an Aktivitäten für die älteren Mitbürger. Die Aktiv-Region soll beim Aufbau helfen.

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29. Juli 2015, 06:01 Uhr

Gettorf | Der Name Seniorenliga Dänischer Wohld lässt einen zunächst an sportliche Aktivitäten denken. Die geplante Organisation durch die Sportvereine in der Region stützt diesen Gedankengang. Doch soll die geplante Liga nicht nur die körperliche Fitness von Senioren im Wohld fördern, sondern auch ihre geistige, soziale und kulturelle Beweglichkeit. So sieht es die Ideenskizze vor, die der Seniorenbeirat Gettorf entwickelt hat.

Angeregt von den Ergebnissen der Umfrage, die die Interessenvertretung der Mitbürger ab 60 Jahre regelmäßig macht, und einem Wettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung zu Mobilität im Alter entstand das Konzept, das einen geregelten Spielbetrieb für Seniorengruppen in ganz verschiedenen Aktivitätsbereichen vorsieht. Dabei sei nicht an Kompensation für mangelnde Bewegung oder therapeutische Formen gedacht, erläutert der Beiratsvorsitzende Roland Lauterbach. Vielmehr gehe es darum, die Menschen in Aktion zu bringen und zwar in Gemeinschaft mit anderen. Ein Beispiel: Jemand bastelt leidenschaftlich gern bei sich zuhause. Über die Seniorenliga wird eine Bastelgruppe in seiner Umgebung aufgebaut, die dann auch nicht für sich bleibt, sondern sich einmal im Jahr mit anderen Gruppen aus dem Dänischen Wohld misst – bei einer Seniorenade, erklärt Lauterbach. Die soll als Jahreshöhepunkt für alle in der Liga aktiven Gruppen ausgerichtet werden und könnte zum ersten Mal 2016 innerhalb der Gettorfer Erlebniswoche der Senioren laufen.

Die Organisation der einzelnen Angebote über die Sportvereine ist aus Sicht des Seniorenbeirats ein denkbarer Weg, verfügen sie doch über ausreichend Erfahrung in dem Bereich. Eine Mitgliedschaft in einem Verein soll für die Nutzung der Angebote jedoch nicht erforderlich sein, betont Lauterbach. Mit Hilfe der Aktiv-Region Hügelland am Ostseestrand soll die Liga aufgebaut und ein Netzwerk geknüpft werden, dem sich alle Gemeinden und gemeinnützigen Vereine anschließen können.

„Für Senioren wird viel zu wenig gemacht“, hat Ekkehard Krull, Vorsitzender des MTV Dänischenhagen, festgestellt. Der Verein hat das erkannt und mit Helmut Weckeck einen Seniorensportbeauftragten installiert, der schon einiges angeschoben hat – von Rollatorsport über eine Radtour bis hin zu einem PC-Kursus. „Wir waren erstaunt, wie viele Leute dazugestoßen sind, die man so nie gesehen hat“, sagt Krull. Er ist überzeugt: „Da ist Potenzial, das noch abgeholt werden kann.“ Wie das vereinsübergreifend geschehen kann, müsse man sehen. Thomas Glüsing, Geschäftsführer des Gettorfer TV, steht dem Vorhaben offen gegenüber. Der Wettbewerbsgedanke der Seniorade könne ein Ansporn für Menschen sein, an Aktivitäten teilzunehmen. Die Vernetzung schaffe zudem Transparenz und könne auch solche Angebote beflügeln, die bisher noch nicht wahrgenommen wurden. „Wir finden die Seniorenliga interessant und gut. Es muss aber noch konkretisiert werden, wer was macht“, so Glüsing. Grundsätzlich positiv sieht auch Bernhard Wölki, Vorsitzender des Osdorfer SV, das Projekt. Er wünscht sich jedoch noch mehr Informationen.

Für Anfang September hat die Aktiv-Region Vertreter von Sportvereinen, Seniorenbeiräte und Kommunalpolitiker zu einem ersten Workshop eingeladen, in dem die Idee vertieft werden soll.

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