zur Navigation springen

Knochenbruchgilde Scharnhagen : Neues Motto fürs Gildefest: Vom Dorf fürs Dorf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

200 Mitglieder halten Tradition aufrecht / Neue Struktur fürs Gildefest

Gilde statt Arbeitsunfähigkeits- oder Krankenversicherung? Nein. Das ist heute nicht mehr denkbar. Trotzdem – die Knochenbruchgilde Scharnhagen besteht bereits seit 1856 . Das Prinzip ist früher und heute dasselbe: Mitglieder der Gilde zahlen jährlich einen Beitrag in einen gemeinsamen Topf ein. Erleidet ein Beitragszahler einen Knochenbruch und wird dadurch arbeitsunfähig, steht ihm Schadensgeld aus der Kasse zu.

Bei einem Beitrag von 8 Euro, den die Mitglieder der Knochenbruchgilde Scharnhagen jährlich zahlen, wird schnell klar, dass die finanzielle Absicherung bei Krankheit heute nicht mehr im Vordergrund steht. „Früher gab es ja noch keine Versicherungen. Da war die Mitgliedschaft in der Knochenbruchgilde von existenzieller Bedeutung. Wir machen das hier vor allem aus Spaß an der Sache, um eine Tradition zu erhalten, und für die Gemeinschaft im Dorf“, sagt Joachim Lange (45), zweiter Vorsitzender der Knochenbruchgilde Scharnhagen.

Derzeit sind 200 Personen über die Gilde versichert – 15 von ihnen, der „harte Kern“ , wie Lange bemerkt, haben am Freitag an der Vorstandswahl teilgenommen. Lange kündigt die Schwerpunkte des Treffens an: die Wahl eines neuen Vorstandes und die Umstrukturierung des jährlichen Gildefestes. Denn die Resonanz des Festes sei in den vergangenen Jahren nicht besonders gut gewesen. Vor allem bei neu zugezogenen Bürgern fänden die Gilde und ihre Veranstaltungen, zu denen einmal im Monat auch ein Kaffeetrinken mit Kuchen oder ein Grillfest im Sommer gehören, wenig Anklang. Das soll sich ab sofort ändern.

Dass das Thema Gildefest ein wunder Punkt in der Runde ist, wird bei der lauten und angeregten Diskussion besonders deutlich. Während es in den letzten Jahren ein großes Zelt gegeben habe, seien die Auflagen und somit auch die Kosten dafür immer größer geworden. Darüber hinaus hätten zu viele Bahnen beim Luftgewehrschießen einen zu großen Personalaufwand erforderlich gemacht. Im Gespräch sind jetzt nur noch zwei Schießbahnen und eine gemütlichere Anordnung kleinerer Zelte mit verschiedenen Themenstationen. Ganz nach dem Motto „vom Dorf fürs Dorf“ soll in Zukunft mehr auf die Bewohner zugegangen werden.

Joachim Lange und Matthias Rathje wurden wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Jens Koglin (46) als Beisitzer. Regina Lange wird sich den Kassiererposten in Zukunft mit Dirk Schirrmacher (44) teilen, und Uta Jöhnk (36) ist und bleibt Schriftführerin der Gilde.



Interessierte können der Knochenbruchgilde Scharnhagen jederzeit beitreten. Dafür kommen sie einfach zu einem Gildetreffen, dessen Termin auf der Internetseite (www. knochenbruchgilde-scharnhagen.de) bekannt gegeben wird.

Nächster Termin: 6. Dezember, Tannenbaumschmücken (Gildeplatz, Freidorfer Weg, Scharnhagen).



zur Startseite

von
erstellt am 20.Okt.2014 | 16:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen