THW: HOHER EINSATZ FÜR GESELLSCHAFT : Neues Mehrzweckboot für THW

Freuen sich über das neue Mehrzweckboot (v. l.): Frank Schubert, Sören Profitlich, Tracy Ehlert, Roger Matthieu, Marc Feuersenger, Falko Hohmann, Friederike Schüler, Michael Skala und Wolfgang Jahnel von der Fachgruppe Wassergefahren.
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Freuen sich über das neue Mehrzweckboot (v. l.): Frank Schubert, Sören Profitlich, Tracy Ehlert, Roger Matthieu, Marc Feuersenger, Falko Hohmann, Friederike Schüler, Michael Skala und Wolfgang Jahnel von der Fachgruppe Wassergefahren.

Ministerpräsident Torsten Albig dankt dem THW, Ortsverband Eckernförde, für den Einsatz bei der Flüchtlingshilfe. Das Ehrenzeichen in Bronze erhält Michael Marszalek.

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30. Januar 2017, 04:34 Uhr

Eckernförde | Das Hochwasser Anfang Januar hat gezeigt, dass Hilfsorganisationen wie beispielsweise das technische Hilfswerk (THW) aus der Gesellschaft nicht wegzudenken sind, wenn es darum geht, mit Manpower, Fähigkeit und Material schnellstmöglich Katastrophen zu verhindern oder auch nur einzudämmen. Das Ganze auch noch ehrenamtlich, stellt das Geleistete auf eine besondere Stufe, wie aus dem Jahresbericht von Zugführer Andreas Aschendorf der Eckernförder Ortsgruppe anlässlich der Jahresabschlussbesprechung am Freitag zu hören war.

Ob Übungen, Weiterbildung für Kraftfahrer, Bootsführer, Digitalfunk oder Atemschutzgeräteträger, Unterstützungen bei Veranstaltungen, wie „Lauf ins Leben“ oder „Fest der Integration“, Teilnahme bei der Großübung „Dan Ger Respons“ im dänischen Tinglef, technische Hilfeleistungen beim Hamburger Hafengeburtstag, der Kieler – und Travemünder Woche – die geleisteten Stunden der 60 Aktiven der Ortsgruppe waren erheblich und endeten nicht nur beim Bergungseinsatz eines Autos aus der Treene oder beim Absichern des Teileinsturzes eines Wohngebäudes in Aschau nach Tiefbauarbeiten. „Viele nehmen es als selbstverständlich, dass das THW zur Hilfe kommt“, so Ortsbeauftragter Michael Marszalek und verwies darauf, wie viel Ausbildung hinter den Fähigkeiten steckt. Aktiv beteiligte sich die Eckernförder Ortsgruppe an der Flüchtlingshilfe, eine Urkunde und die Anstecknadel „Schleswig-Holstein hilft“ als Dank von Ministerpräsident Torsten Albig erhielten 46 THW-Angehörige. Als Beispiel gelebter Integration führte Marszalek an, dass inzwischen auch zwei Syrer aktiv zur Ortsgruppe gehören und zwei weitere Flüchtlinge den Beitritt erwägen. Rund 15  300 Stunden leistete die Ortsgruppe 2016, davon 540 Einsatzstunden, 3700 Ausbildungsstunden, 2700 Übungsstunden und 330 Stunden an Bundesschulen. „Eine Leistung, die ohne Rückhalt der Familien und Arbeitgeber nicht möglich wäre“, bedankte sich Marszalek. Angefallene höchste Einsatzstunden Einzelner hob Christian Köhn, vormals Ortsbeauftragter, mit 796 Stunden von Torsten Wolfgramm, 1033 Stunden von Andreas Aschendorf und 1098 Stunden des Ortsbeauftragten Michael Marszalek unter Beifall hervor. „Bei Letzterem sind das gut drei Stunden pro Tag“, machte er dabei deutlich.

Zufrieden zeigte sich seit letztem Jahr die „Fachgruppe Wassergefahren“ der Ortsgruppe. Konnte doch das inzwischen 38 Jahre alte und zu schwere Schlauchboot gegen ein größeres und leichteres Feststoffboot ausgewechselt werden. „Mit dem 150 Kilogramm wiegenden, jedoch tragbaren Boot kommen wir jetzt auch an Wasserstellen, wo eine Befahrung mit Anhänger nicht möglich wäre“, äußerte Falko Hohmann, zuständig für das Sidescan Sonar, mit dessen Hilfe detailgenau Objekte im Wasser erfasst werden können, ohne dass ein Taucher dafür ins Wasser muss. Die Fachgruppe ist spezialisiert auf Retten bei Notlagen auf oder an Gewässern von Menschen und Tieren und das Bergen von Sachwerten.

Grußworte gab es von Bürgervorsteherin Karin Himstedt und Dr. Johann Wadephul (MdB/CDU). Himstedt bedankte sich im Namen der Stadt für den Einsatz beim Hochwasser zu Beginn des Januars und das Einbringen bei städtischen Veranstaltungen. Wadephul betonte die Wichtigkeit des THW: Ein heutiger Krieg könne schon darin bestehen, die Grundversorgung mit Wasser, Strom und Kommunikation per Hackerangriff lahmzulegen und hier helfe das THW.

Umfangreich war die Laudatio zur Ehrung von Michael Marszalek, die von der Referatsleiterin des Landesverbands, Editha Mekelnburg verlesen wurde. Für seine außergewöhnlichen Leistungen, sein Engagement und seine Pflichterfüllung zeichnete Dr. Johann Wadephul ihn mit dem bronzenen Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerkes aus. Mit dem Dienstzeitabzeichen wurden für zehn Jahre geehrt: Mathis Henatsch, Darius Roß und Roger Matthieu. Für 20 Jahre Zugehörigkeit Frank Schubert und für 25 Jahre erhielten die Bandschnalle und Urkunde Andreas Aschendorf und Andreas Dördelmann.

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