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Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 11:55 Uhr

Umnutzung : Neues Leben für ein altes Haus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fünf Jahre nach dem Verkauf des Meta-Labrenz-Hauses: George Shaw hat sich dort seinen Traum vom eigenen Golfshop verwirklicht

Die Jahrhunderte alte Linde reckt ihre Äste nach wie vor schützend über das Meta-Labrenz-Haus. Das übrige Gelände wie auch das einstige Pastorat haben sich jedoch seit dem Verkauf der Kate vor fünf Jahren erheblich verändert: Durch Tore, wie sie in England an Grundstücken typisch sind, führt der Weg auf das Grundstück. Über Kies und Grün geht es zur Tür, die groß und hell zum Eintreten einlädt. Passend dazu sind die blauen Fenster weißen Sprossenfenstern gewichen. George Shaw und seine Frau Mayke haben nicht nur Geld und tausende Stunden Eigenarbeit investiert, um sich dort ihren Traum vom eigenen Golfshop mit Werkstatt zu verwirklichen. Sie haben sich mit viel Liebe der Umgestaltung gewidmet.

Rund 100 Interessenten hatten Vertreter der Kirchengemeinde in drei Jahren durch das Haus geführt, von dem sie sich wegen zu hoher Betriebskosten und dringender Sanierung trennen musste. Weil sich kein Käufer fand, hatte die Gemeinde bereits die Abrissgenehmigung auf den Weg gebracht. George Shaw, damals noch Golf-Lehrer auf Gut Uhlenhorst, brauchte jedoch nur wenige Minuten, um zu wissen: das Objekt ist ideal für seine lang gehegten Pläne, sich mit einem eigenen Golfshop selbstständig zu machen. Mit seiner Frau kaufte er das einstige Gemeindehaus und rettete die Kate so vor der Abrissbirne. Bei den Renovierungen stellte sich dann jedoch heraus, dass es etwas mehr Zeit brauchen wird, bis sich Shaws Plan realisieren lässt. „Beim Streichen kam uns der Putz entgegen“, erinnert sich Mayke Shaw. Das gab den Blick auf die Elektrik frei, die noch zweifaserig war. Sie entschieden sich, das Gebäude komplett zu entkernen und Elektrik, Heizung, Fenster, die Dämmung und in Teilen das Dach zu erneuern. Dabei setzten sie auf Fachfirmen, erledigten aber auch vieles mit Unterstützung von Familie und Freunden.

Heute ist das Haus nicht wiederzuerkennen. Tradition und Moderne haben Mayke und George Shaw unter dem Reet charmant zusammengeführt. In warmen Farben präsentieren sich die Räume, durch die die wohlige Wärme des Ofens zieht. „Das Haus war so verlassen und traurig, als wir es übernommen haben“, sagt Mayke Shaw. Sie freut sich, dass es gelungen sei, ihm die Liebe der Familie einzuhauchen.

Wo einst ungezählte Jahrgänge von Konfirmanden auf ihren feierlichen Segen vorbereitet wurden, hat George Shaw auf 250 Quadratmetern Schläger aller Hersteller am Markt, verschiedenste Trolleys und Zubehör wie Bälle, Mützen, Handschuhe und Westen zusammengestellt. Für jeden Golfer stellt er individuell den richtigen Schlägersatz zusammen, wobei Simulator, Putting-Green und Schwungtrainer wichtige Hinweise geben. Gut eine Stunde muss man für Analyse, Test und Besprechung rechnen. Neben dem so genannten Fitting Center betreibt er eine Werkstatt, in der er Reparaturen erledigt – an Schlägern wie an Trolleys. Das Angebot wissen nicht nur Golfer von Gut Uhlenhorst zu schätzen, Shaws Kundschaft kommt aus ganz Schleswig-Holstein von Flensburg über Lübeck bis Hamburg.

Unterricht gibt der Profi nur noch selten und nur für Stammkunden. Nach 15 Jahren ist er froh, sich voll auf das Fitting konzentrieren zu können, darauf Menschen die richtige Ausrüstung mit auf den Weg zu geben. „Außerdem habe ich mehr Zeit für mein eigenes Spiel“, sagt Shaw. So war er im Sommer nicht nur zu Besuch in seiner Heimat West-Sussex, sondern ging auch bei größeren Turnieren an den Start. Auch schätzt er es, mehr Zeit für seine Kinder Christopher (7) und Emily (5) zu haben. Unter einem Dach wohnen und arbeiten miteinander verbinden zu können – „das ist eine tolle Lebensqualität“, findet Mayke Shaw, Oberkommissarin im Landeskriminalamt. „Mit dem Meta-Labrenz-Haus hat sich ein Traum für uns erfüllt“, sind sich die beiden einig.

> www.shawgolf.de

 

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erstellt am 18.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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