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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 22:46 Uhr

GWU : Neues Leben auf dem alten Campus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das GWU ist mit seiner Verwaltung an den Lorenz-von-Stein-Ring gezogen. Auch eine Tagespflege und eine Pflegewohngemeinschaft werden eröffnet.

Eckernförde | Das Genossenschaftliche Wohnungsunternehmen (GWU) Eckernförde ist im Lorenz-von-Stein-Ring angekommen. Seit dem 1. September hat die Hauptverwaltung ihren Sitz in dem denkmalgeschützten Gebäude des früheren Fachbereichs Bauwesen der Fachhochschule Kiel bezogen. „Wir haben uns von der Fläche fast verdreifacht“, sagt Geschäftsführer Dr. Stephan Seliger und gibt zu bedenken, wie eng es im Gebäude im Saxtorfer Weg war. „Dort saßen die Kollegen zu zweit in engen Büros, zum Teil sogar im Flur.“ Jetzt habe jeder ein eigenes Büro. „Und einige Ersatzräume gibt es auch noch, die wir benötigen, wenn wir weiter wachsen.“ Auch ein großer Veranstaltungs- und Sitzungsraum mit modernster Technik gehört dazu. Das alte Gebäude aus den 50er-Jahren soll nun seinem ursprünglichen Zweck wieder zugeführt werden.

Noch sind Restarbeiten im neuen GWU-Zuhause zu erledigen, riecht es in den Fluren nach Farbe und Lösungsmitteln. „Die werden sich noch bis Dezember hinziehen“, sagt Stephan Seliger. „Wenn alles komplett fertig ist, laden wir zu einem Tag der offenen Tür ein.“ Die Fassade ist geblieben und auch die Fensterstruktur - von außen sieht das Gebäude aus wie einst. Von innen jedoch ist es kaum wiederzuerkennen. Im großzügigen Foyer grüßt weiterhin das Betonrelief, ansonsten wurden viele Wände eingezogen, um Büroräume zu schaffen.

Auch die gemeinnützige Gesellschaft Sankt Martin Altenhilfe-Diakonie-Zentrum Eckernförde des Diakoniewerks Kropp bietet in dem Gebäude ihre Dienste an und liegt mit den Bauarbeiten in den letzten Zügen. Im ehemaligen Zeichensaal, der zwischen 2008 und 2010 auch die Galerie 66 beherbergte, ist die Tagespflege mit 16 Plätzen eingezogen, nebenan eröffnet bald die Sozialstation und im ersten Stockwerk eine ambulante Pflegewohngemeinschaft für 12 Bewohner, die in eigenen Apartments zwischen 20 und 30 Quadratmetern leben. In der oberen Etage des Gebäudes befinden sich 15 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die alle vermietet sind. „Sie haben wir als erstes fertigstellen lassen“, so Stephan Seliger, „um Einnahmen zu generieren“. Innerhalb von zwei Wochen waren sie vermietet. Begünstigt wurden ältere Mieter, die auch eines Tages von der ambulanten Pflege im selben Haus profitieren können.

Auf dem Gelände sind 91 weitere Wohnungen zwischen 47 und 144 Quadratmetern in drei Bauabschnitten und neun Gebäuden geplant. Noch in diesem Jahr sollen die Tiefbauarbeiten beginnen, die Fertigstellung ist für 2020 geplant. Insgesamt soll sich in den Wohnungen der Bevölkerungsschnitt wiederfinden, 20 Prozent der Wohnungen werden sozial gefördert. Schon jetzt gehen beim GWU die Bewerbungen ein. Seliger weiß aus Erfahrung: „Wir werden keine Vertriebsschwierigkeiten haben.“

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