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Bauarbeiten : Neues Image für das Künstlerhaus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die kulturelle Einrichtung soll sich nach außen öffnen und wird für 45000 Euro umgebaut. Im Juli will der Förderverein neue Räume mit neuem Konzept präsentieren.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2014 | 05:35 Uhr

Das vom Land Schleswig-Holstein geförderte Künstlerhaus in der Ottestraße soll sich nach außen öffnen und zu einem Ort der Begegnung werden. Förderverein und Stadt streben eine Neuausrichtung und Aufwertung an. Deshalb werden schon seit Januar die Räumlichkeiten umgebaut und renoviert, um die Werke wechselnder Ausstellungen entsprechend in Szene setzen zu können. „Wir hoffen, die Räume in der ersten Woche der Sommerferien einweihen zu können“, sagt Jutta Johannsen, Vorsitzende des Fördervereins.

Vier Ateliers mit integrierten Wohnungen und ein Ausstellungsraum stehen den internationalen Stipendiaten zur Verfügung. Dieser Ausstellungsraum im Erdgeschoss bot bislang Platz für 30 Personen. Damit war er für die meisten Abschlusspräsentationen und Ausstellungen der Stipendiaten zu klein. Deshalb hat man jetzt die hinter dem Raum liegenden und wenig genutzten Sanitäranlagen verlagert und die Innenwände abgerissen. Damit ist der Raum auf 80 Quadratmeter gewachsen. „Früher gab es auch große Fenster auf den Hof hinaus“, sagt Jutta Johannsen. Sie wurden zugemauert und durch kleine Toilettenfenster ersetzt, sollen aber jetzt wieder rückgebaut werden. „Dadurch hat der Raum mehr natürliches Licht und die ausgestellten Kunstwerke wirken besser.“ In der Mitte des Raumes soll eine Lounge als kommunikativer Treffpunkt zwischen Künstlern und Besuchern entstehen, ein neues Beleuchtungskonzept sein Übriges tun. Der neue mulitfunktionale Raum soll auch von anderen Kulturträgern genutzt werden können, wenn keine eigenen Ausstellungen anstehen. Allerdings müssen die Veranstaltungen in das Konzept des Künstlerhauses passen.

Ein wichtiger Punkt: Die Stipendiaten sollen professionell betreut werden, der Ausstellungsraum regelmäßige Öffnungszeiten haben. Zudem wird eine Präsenzbibliothek mit Kunstkatalogen und Zeitschriften angestrebt. Doch ein Kunstmanager kostet Geld. „Wir sind in Gesprächen mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität in Kiel“, erklärt Norbert Weber, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Er könnte sich vorstellen, dass jedes Jahr ein Stipendium an einen jungen Menschen vergeben wird, der gerade sein Examen gemacht hat – im Wettbewerb mit Absolventen anderer Kunsthochschulen. Er könnte als Volontär oder Kurator die Aufgabe erfüllen.

45 000 Euro werden in die Räumlichkeiten investiert, die auch hinsichtlich des Brandschutzes nachgerüstet wurden. Jeweils die Hälfte trägt die Stadt und der Förderverein, der unter anderem von der Elisabeth-Eifert-Stiftung Geld einwerben konnte.

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