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Viel Platz fürs DRK : Neues Heim für Feldküche, Laster und Krankenwagen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neue Halle für Fuhrpark der DRK-Bereitschaft steht bereits / Endgültige Fertigstellung Ende Juli

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2016 | 06:26 Uhr

Sechs Wochen nach Baubeginn ist die neue Fahrzeughalle für die Bereitschaft des Roten Kreuzes im Amselweg fast fertig. Die Halle steht, es fehlt noch die Verlegung der Elektrik und Wasserleitung und der Betonboden. Das ist auch der Grund, weshalb erst gestern die Grundsteinlegung erfolgte: „Früher gab es den ersten Spatenstich, die Grundsteinlegung, das Richtfest und so weiter“, erklärte der DRK-Ortsvorsitzende Wolfgang Bachor. „Aber mittlerweile sind die Gewerke so eng miteinander verzahnt, dass wir zum Beispiel für das Richtfest nur drei Stunden Zeit gehabt hätten.“ Und weil der Betonboden erst zum Schluss gegossen wird, vergrub Bereitschaftsleiter Stefan Behrendt auch erst gestern das Kunststoffrohr mit den obligatorischen Utensilien: der Tageszeitung von gestern, einer Urkunde über den Hallenbau und einiger Münzen. Ende Juli soll die Halle komplett fertig sein, ebenso der Vorplatz, der als Kiesplatz bestehen bleibt. Architekt ist Christian Rösmann vom Architekturbüro Giese + Hanke.

Vier Fahrzeuge muss die Bereitschaft des Roten Kreuzes unterstellen. Dazu gehört ein Lastwagen mit Anhänger für den Katastrophenschutz, zwei Kranken- sowie ein Mannschaftstransportwagen und ein Küchenanhänger mit der Gulaschkanone. Bislang stehen sie auf dem Gelände der Preußerkaserne, doch kündigte die Bundeswehr den Platz wegen Eigenbedarfs.

Zunächst suchte der damals neu gewählte Vorsitzende Wolfgang Bachor eine Unterstellmöglichkeit zur Miete, doch der Bau einer eigenen Halle stellte sich auf Dauer als günstiger heraus. Mit der Verpachtung des Erbbaugrundstücks im Amselweg unterstützt die Stadt das Vorhaben. Nur etwa 80 Euro Miete muss das DRK später monatlich an die Stadt zahlen. Bei der Finanzierung der Halle baute das Rote Kreuz auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Knapp 30  000 Euro sind bislang zusammengekommen. Zusammen mit den eigenen finanziellen Mitteln stehen also 100  000 Euro zur Verfügung. Den Rest hat der Ortsverein als Hypothek aufgenommen. Insgesamt 200  000 Euro kostet der Hallenbau. Bachor rechnet damit, dass der Kredit in 15 Jahren abbezahlt ist.

Die Halle umfasst 280 Quadratmeter und ist 5,80 Meter hoch. Zwei der Fahrzeuge gehören dem Ortsverein, zwei Fahrzeuge plus die beiden Anhänger sind Bundesfahrzeuge für den Katastrophenschutz. Für sie erhält der Ortsverein Mietzahlungen vom Kreis. „Die DRK-Bereitschaft ist im Katastrophenfall im Einsatz, kümmert sich um Verletzte und Geschädigte und um die Versorgung der eigenen Einsatzkräfte“, erklärt Wolfgang Bachor. Während der Bund und das Land die Gerätschaften stellen, wird die Koordination vom Kreis übernommen. „Die Alternative wäre gewesen, die Bereitschaft in Eckernförde aufzulösen“, so Bereitschaftsleiter Stefan Behrendt. „Aber Eckernförde und Umgebung sind Veranstaltungsgebiet, wo wir den Sanitätsdienst übernehmen. Und das soll auch so bleiben.“

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