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Neues Geschäftshaus steht wieder zum Verkauf

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach Informationen des Eckernförder Bürger-Forums soll Bauunternehmer und Investor Michael May aus Itzehoe das kurz vor seiner Fertigstellung stehende Geschäftshaus in der Kieler Straße 54 in Eckernförde bereits wieder zum Verkauf angeboten haben. Als Kaufpreis würden in einem Exposé 6,825 Millionen Euro aufgerufen. Abgewickelt werden soll das Immobiliengeschäft über ein Immobilienunternehmen aus Frankfurt am Main. Wie berichtet, hatten May und der Lüneburger Bauunternehmer Jürgen Sallier das ehemalige Kino-Center am 4. April 2011 für 1,7 Millionen Euro ersteigert und es anschließend abgerissen. Ausmaß und Architektur des Neubau wurden maßgeblich von der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ kritisiert, aus der wiederum das Bürger-Forum als politischer Arm hervorging.

Das neue Geschäftshaus wird in einem Exposé als „Investment Highlight“ mit „bonitätsstarken Ankermietern“ in einer „intakten und charmanten Innenstadt“ angepriesen. Enthalten sind ferner wirtschaftliche Kennzahlen aus dem CIMA-Einzelhandelsgutachten, wirtschaftliche Eckdaten zum Objekt und eine Mieterliste. Wie berichtet, werden in das Geschäftshaus das Textilunternehmen C & A sowie der Drogeriemarkt dm einziehen.

„Was den Eckernförder Bürgern als stadtbildprägendes und bürgernahes Projekt vorgestellt wurde, ist jetzt nichts anderes als eine europaweit angebotene Immobilie – ein Beispiel des Turbokapitalismus mitten im Herzen unserer Stadt“, fuhr das Forum nun schwere Geschütze auf. Man habe die Eckernförder Verwaltung, die Ratsversammlung und die Parteien gebeten, alles zu tun, „damit sich solche ,Neubauten’ in der Innenstadt nicht wiederholen. Denn schon steht mit dem Eckhaus Kieler Straße/Gänsemarkt ein weiterer Großbau in Stadtmitte zum Verkauf an“. Nach Informationen unserer Zeitung wird das Objekt für 1,2 Millionen Euro angeboten.

Bauunternehmer und Investor Michael May zeigte sich verwundert über das öffentliche Vorgehen des Bürger-Forums. Die Errichtung eines Gebäudes und der Weiterverkauf sei „ein übliches Geschäftsmodell. Das ist nichts Ungewöhnliches und ein ganz normaler Vorgang“. Die Vorwürfe des Bürger-Forums seien fehl am Platze, so May. Der Neubau sei zeitgemäß und füge sich hervorragend in die Struktur ein.

Gleichwohl sieht das Bürger-Forum in dem künftigen Geschäftshaus eine „alles beiseite drängende Großform“, die „auf aufdringliche Weise den gesamten Gänsemarkt dominiert“. Die nachträglich in die Planung gesetzte Brechung der Fassade sei so minimal, dass sie nicht auffalle, aus dem „wertvollen gelben dänischen Backstein ist ein grauer Ziegel geworden, der dem Ganzen einen tristen Gesamteindruck verschafft“.




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erstellt am 13.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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