Materialprüfung – Sicherheit auf See : Neues Bataillon Zentrum Einsatzprüfung

Kommandeur Kapitän zur See Joachim Brune (2. v.l.) nimmt die Truppenfahne im Beisein des Kommandeurs des Marineunterstützungskommandos, Kapitän zur See Lars Holm, der Fahnenabordnung und des Militärpfarrers Jens Anders entgegen.
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Kommandeur Kapitän zur See Joachim Brune (2. v.l.) nimmt die Truppenfahne im Beisein des Kommandeurs des Marineunterstützungskommandos, Kapitän zur See Lars Holm, der Fahnenabordnung und des Militärpfarrers Jens Anders entgegen.

Ehemaliger Gruppenleiter Kapitän zur See Joachim Brune ist der Kommandeur der Spezialeinheit. Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Binnenoptimierung des Marineunterstützungskommandos.

shz.de von
24. April 2018, 06:06 Uhr

Eckernförde | Innerhalb des Marineunterstützungskommandos (MUKdo) hat es gestern Mittag im Marinestützpunkt Eckernförde eine besondere Zeremonie gegeben. Der Kommandeur Kapitän zur See Lars Holm (56) löste die bisherige Struktur des Zentrums Einsatzprüfung auf, um es als eigenständiges Bataillon unter Führung des ehemaligen Gruppenleiters und neuen Kommandeurs Kapitän zur See Joachim Brune (53) neu aufzustellen. In einem militärischen Zeremoniell nahm Kapitän zur See Joachim Brune (2. v. l.) unter Beisein von Kommandeur Kapitän zur See Lars Holm (r.), des Militärpfarrers Jens Anders (l.) und der Fahnenabteilung die Truppenfahne entgegen.

Nach Auflösung des Kommandos für Truppenversuche vor sechs Jahren „haben wir die gesammelten Erfahrungen ausgewertet und sind zu dem Schluss gekommen, dass die damals gewählte Lösung nicht optimal war“, erklärte Holm den geladenen Gästen, unter denen sich unter anderem Stadträtin Katharina Heldt und Kreispräsident Lutz Clefsen befanden. Bis Ende März war das Zentrum Einsatzprüfung organisatorisch in das Marineunterstützungskommando Wilhelmshaven integriert. Verkürzung der Dienstwege, Prozessoptimierungen, Sicherstellung eines effizienten Einsatzes der vorhandenen Ressourcen, aber auch die Übernahme der vollen Verantwortung für jegliche Vorgänge seien die Folge der Indienststellung des Bataillons. „Dies ist für die Durchführung der immer komplexer werdenden Prüfungen des neuen Materials der Marine unter Einsatzbedingungen sowie bei der Begleitung sämtlicher Waffenübungen der Marine ein wichtiges Signal“, so Brune. 75 Mitarbeiter (Soldaten sowie zivile Ingenieure und Techniker ) versehen in der hoch spezialisierten Einheit im Test- und Analysebereich ihren Dienst.

So ist das Zentrum Einsatzprüfung (ZEP) diejenige Organisation innerhalb der Marine, die im engen Schulterschluss mit der Wehrtechnischen Dienststelle 71 neues Material auf Herz und Nieren unter Einsatzbedingungen auf See prüft, Defizite aufzeigt und beseitigen hilft. Es gebe Bauverträge, so Brune, die zehn Jahre alt seien und heutige technische Standards nicht mehr erfüllten. „Wir stellen sicher, dass unsere Leute mit dem Material während ihres Einsatzes draußen auf See sicher sein können“, stellte Brune klar. Endanwender sind das Seebataillon, das 1. U-Bootgeschwader oder das Kommando Spezialkräfte der Marine. Aufgabe des ZEP ist zudem die Vorbereitung, Begleitung und Auswertung sämtlicher Schießvorhaben der Marine, vom Leichtgewichtstorpedo bis zum Lenkflugkörper, bei Einführung neuer Waffen, bei der Modifizierung von Gerät, das mit den Waffen eine Wirkkette bildet oder auch bei regelmäßigen Waffenübungen der Flotte, einschließlich des Elektronischen Kampfs. Der Einsatz hochkomplexer Komponenten wie die des amerikanischen Lenkflugkörpers „Harpoon“ nehme zu, so Brune. Ihre Kontrolle verlange absolute Spezialisten. Deswegen würden einige seiner Leute zum Beispiel an Speziallehrgängen bei der US-Navy teilnehmen.

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