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Bauprojekt : Neuer Wohnhof soll die Gemeinde bereichern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Pläne in Neudorf-Bornstein für neuen Bauhof, Gewerbe und Wohnbaugebiet.

Neudorf-Bornstein | Die Gemeinde Neudorf-Bornstein plant bauliche Veränderungen im Ortsteil Neudorf. Der jetzige Bauhof an der Dorfstraße könnte abgerissen werden, auf dem gemeindeeigenen Gelände ein Wohnhof für Familien, Singles und Senioren entstehen und in einem neu auszuweisenden Gewerbe- und Wohnbaugebiet am Ende des Schniederredders eine neue Bauhof-Halle, ein Gewerbegrundstück und ein kleines Wohnbaugebiet eingerichtet werden.

In der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag wurden die Planungen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ausschussmitglieder und anwesende Bürger nahmen die Planungen positiv auf. „Ein netter Wohnhof würde unsere Gemeinde bereichern“, meinte ein direkter Anwohner. Einen ersten Konzeptentwurf für den Wohnhof auf dem jetzigen Bauhofgelände hatte Architekt Matthias Wohlenberg aus Eckernförde bereits mitgebracht. Danach könnte das recht schmale Grundstück mit zwei zweigeschossigen Baukörpern mit einer Nutzfläche von insgesamt 330 Quadratmetern bebaut werden. Er stellte sich abgeschlossene Wohnungen für Familien, Senioren und Singles vor, in einer Wohnanlage, die Kommunikation zulässt. Optisch würde sich die Anlage mit Ziegel, Holz und viel Grün in die eine dörfliche Architektur einfügen, besitze jedoch einen modernen Touch. Die Kosten dafür schätzte er auf 650  000 bis 750  000 Euro.

Der neue Bauhof würde in einem noch zu erschließenden, durch die Straße getrennten Wohnbau- und Gewerbegebiet am Ende des Schniederredders in Fertigbauweise errichtet. Für eine 12 mal 18 Meter große Fertigbau-Halle, Firsthöhe etwa vier Meter, mit Werkstatt, Sozialraum, Büro und Sanitäranlagen rechnet die Gemeinde mit rund 130  000 Euro. Das auf der anderen Straßenseite liegende Wohnbaugebiet böte Platz für acht zwischen 540 und 800 Quadratmeter große Grundstücke, u-förmig erschlossen, ähnlich wie das Neubaugebiet Schusterkoppel in Bornstein. Zum Sportplatz müsste eine Schallschutzwand errichtet werden. Da es dort Altlasten gibt, seien jedoch noch Baugrunduntersuchungen abzuwarten, merkte Bürgermeister Claus Biehl (CDU) an.

Ziel sei, im Januar einen Entwurf vorzustellen. Der Eingriff in Natur- und Landschaft durch die Ausweisung eines neuen Baugebiets wäre durch Ausgleichsflächen zu kompensieren. Daher wurde beschlossen, das Büro Matthiesen und Schlegel in Altenholz zu beauftragen, ein Entwicklungskonzept für eine naturfachliche Aufwertung der gemeindeeigenen Flächen im Bereich der Sprengelhorstwiesen zu erarbeiten, um die Anerkennung als Ökokonto bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises zu beantragen. „Es sind erste Entwürfe, um Fantasie zu entwickeln“, betonte der Bürgermeister mit Blick auf die Planungen mehrfach. Detailplanungen stünden noch aus. Ziel sei aber, den Bauhof umzusiedeln, um eine Variante eines Wohnhofs umzusetzen. Der Finanzausschuss und die Gemeindevertretung werden sich noch ausführlich mit den Planungen beschäftigen.

Nach dem zuletzt tödlich verlaufenen Verkehrsunfall auf der B76 im Gemeindegebiet nutzte Bürgermeister Claus Biehl (CDU) die Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag, um dem Kreis für die schnelle Umsetzung ihrer Forderung, auf der gesamten Strecke ein Überholverbot einzurichten, zu danken.

Um Zuschussmöglichkeiten für für notwendig befundene Deckenerneuerung von Gemeindestraßen zu nutzen, sprach sich der Bauausschuss trotz schwieriger Haushaltslage mehrheitlich dafür aus, den bereits an den Kreis gestellten Antrag für die 1,1 Kilometer lange Bornsteiner Straße zu erneuern und einen neuen Antrag für den ein Kilometer langen Revensdorfer Weg zu stellen. Die Deckenerneuerung der Bornsteiner Straße mit Kosten von 150  000 Euro würde mit etwa 65-70  000 Euro, die Deckenerneuerung des Revensdorfer Wegs mit Kosten von 85  000 Euro mit etwa 40  000 Euro bezuschusst.

Auf später vertagte man die Entscheidung, wie die schadhafte Schwelle zur Verkehrsberuhigung am Ortseingang Bornstein von Gettorf kommend repariert werden soll. Christoph Arp (CDU) sprach sich dafür aus, die Schwelle neu zu asphaltieren und die Seiten aus-zupflastern, so dass sich dort Fahrzeuge begegnen können. Holger Bohrmann (SPD) wollte nur die Schwelle neu asphaltieren, um dort wie bisher zur Reduzierung der Geschwindigkeit Begegnungsverkehr auszuschließen.

 


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