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Sanierung vom 5. bis 25. Juni : Neuer Whirlpool und neue Fassade für das Wellenbad

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Betreiber Stadtwerke Eckernförde investieren rund 600 000 Euro in die Sanierung. Das Land schießt 250 000 Euro an Fördermitteln zu.

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erstellt am 09.Jun.2017 | 06:46 Uhr

Eckernförde | Millimeter um Millimeter schiebt sich die Zirkelsäge vor und frisst sich durch den 30 Zentimeter dicken Betonsockel. Heinz Johannsen führt das Spezialgerät, das den 3,7 Tonnen schweren Deckel aus dem Fundament des Whirlpools heraussägt. Immerhin 22 Jahre lang hat der 35 Grad warme „Kochtopf“ für sechs bis acht Personen im Meerwasserwellenbad seinen Dienst getan, jetzt muss ein neuer her, weil im Laufe der Jahre Wasser den Weg ins Betonfundament gefunden hat. Der neue GFK-Whirlpool wird in gleicher Größe – Durchmesser 2,80 Meter – diagonal durch das Fensterelement hereingehoben, auf die neue verzinkte Stahlkonstruktion gehievt und abgedichtet. Das Ganze soll bis zur Wiedereröffnung des Bades am 26. Juni fertig sein und mindestens weitere 22 Jahren halten, sagt Baubetreuerin Marion Huber von den Stadtwerken Eckernförde. 45  000 Euro dürfte die Gesamtmaßnahme Whirlpool kosten.

Das Wellenbad ist derzeit eine Großbaustelle. Neben dem Austausch des bei den Badegästen sehr beliebten und nach Auskunft des stellvertretenden Badleiters Frank Jensen „immer vollen“ Whirlpools steht der Austausch der ostseitigen Fensterfassade im Blickpunkt der diesjährigen Badsanierung. 250  000 Euro soll allein diese Maßnahme kosten, sagte Huber – der größte Einzelposten. Salz und Chlor hätten der Fassade arg zugesetzt und stellenweise für „Lochfraß“ gesorgt. Die neuen Fenster erhalten alle eine für die Badegäste unsichtbare Sonnenschutzverglasung. Die wasserseitige Fassadenerneuerung soll im Juli beginnen und erfolgt abschnittsweise bis zum Herbst. Für gut drei Wochen muss dafür auch das Kinderbecken gesperrt und abgeschirmt werden, sagte die Baubetreuerin.

Weitere Maßnahmen:

>Check der Hydraulik der Hubwand mit Wechsel bestimmter Bauteile,

>Neubau einer kombinierten, rollstuhl- und behindertengerechten Dusche und WC mit extrabreiten Türen, die direkt von der Umkleide über den Sanitärtrakt ins Bad führen,

>Erneuerung der 22 Jahre alten Überlaufrinne sowie

> Einbau von rund 150 LED-Leuchten im Keller. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Eckernförde, die das Bad betreiben, Dietmar Steffens, wies auf die 250  000 Euro Fördermittel hin, mit denen das Land die insgesamt 600  000 Euro teure Sanierung des Wellenbades unterstützt. Die Mittel stammen aus der Schwimmstättenförderung sowie der energetischen Sanierung und Herstellung der Barrierefreiheit und dienen der Verbesserung der Bäderstruktur im Land. Die Stadtwerke haben den Zuschuss damit zum dritten Mal in Folge erhalten. Einen Sanierungsstau im 1972 erbauten und 1995 generalüberholten Meerwasserwellenbad gebe es folglich nicht, so Steffens. Das Bad, in dem 20 Mitarbeiter arbeiten, wird jährlich von 135  000 Badegästen besucht, die Sauna „hot spot“ von 22  000 Gästen. Dennoch beläuft sich das jährliche Defizit auf rund 1,8 Millionen Euro, das sich durch Verrechnungsmöglichkeiten im steuerlichen Querverbund des Unternehmens auf 1,3 Millionen Euro reduziert.

Auf eine Ausweitung der knappen und heiß begehrten Schwimmzeiten um zwei Stunden pro Woche darf sich die DLRG freuen, weil ein anderer Verein verzichtet hat und die Öffnungszeiten teilweise bis 21.45 Uhr ausgedehnt wurden.

2018 planen die Stadtwerke die Vergrößerung der Umkleidekabine und des Ruhebereichs der Sauna.

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