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Wiedereröffnung in Waabs : Neuer Treffpunkt für „Düt un Dat“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bioladen, Café, Touristinformation: Ehemaliger Naturladen in Waabs hat wieder geöffnet und besticht mit Vielseitigkeit.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2017 | 06:23 Uhr

Waabs | Einen schönen, zentralen Treffpunkt haben sich die Waabser in ihrem Ort gewünscht – und haben einen solchen nun wieder bekommen. Gestern feierte das „Düt un Dat“, der ehemalige Naturladen, nach einem Monat seine Wiedereröffnung in der Mühlenstraße. „Unser Ort hat nun wieder eine Anlaufstelle“, freut sich Ursula Fröhler.

Die zweite Vorsitzende des Touristikvereins Schwansen und ihre ehrenamtlichen Helfer haben den Laden „ein bisschen gemütlicher gemacht“. Es gibt neue Regale, Vorhänge und auf den Tischen Blumenschmuck. „Wir hoffen, dass es so schön ist, dass die Leute sagen: Da gehen wir gerne hin“, so Ursula Fröhler, die das Ladengeschäft verantwortet. Dort können regionale Produkte, Bioprodukte sowie Souvenirs und Geschenke von heimischen Produzenten gekauft werden. Zudem gibt es jeden Donnerstag frisches Obst und Gemüse.

Doch das „Düt un Dat“ hat noch mehr zu bieten. „Wir fahren dreigleisig“, erklärt Ursula Fröhler. Neben dem Bioladen ist dort ein kleines Café untergebracht, das die gelernte Gastronomin Rita Daunert betreibt. Zudem ist das „Düt un Dat“ Anlaufstelle für die bereits knapp 25 Mitglieder von Elvira Briefs Bio-Einkaufsgemeinschaft. „Ich habe mich gewundert, wie viele Leute an Bio interessiert sind“, erzählt die engagierte Ehrenamtlerin. Das nahm sie zum Anlass, eine Gemeinschaft zu gründen, in der sich die Leute anmelden können, um über das Internet als Gruppe bei einem Großhändler einzukaufen. So werden bestimmte Mengen und Summen erreicht, was Ersparnisse von bis zu 25 Prozent bedeutet. Die Waren werden in den Naturladen geliefert und können dort donnerstags zwischen 11.30 Uhr und 16 Uhr abgeholt werden. „Das ist eine ganz tolle Sache“, findet nicht nur Elvira Brief.

Zu guter Letzt fungiert das „Düt und Dat“ als kleine Touristinformation. Warum eigentlich „Düt un Dat“? „Wir haben hier alles mögliche, und man kann hier alles mögliche machen: Zusammenkommen, klönen, Spiele spielen, Geburtstage feiern. Es ist hauptsächlich für die Menschen aus dem Dorf, aber auch für alle anderen“, betont Ursula Fröhler.

Die Waabser sind froh, dass in der Mühlenstraße 1 wieder Betrieb ist. „Es ist ein Anlaufpunkt, den man erreichen kann, ohne ins Auto zu steigen“, meint Susann Starck. Das sei gerade für alleinstehende ältere Menschen wichtig. Andreas Meyer-Beckmann sieht im „Düt un Dat“ eine „Wiederbelebung des ländlichen Raums“. Info-Veranstaltungen, Kinoabende, ein Mittagstisch – die Ideenliste für den neuen Laden ist lang. „Wir hoffen sehr, dass es gut ankommt“, meint Gemeindevertreter Lothar Schaldach. Die Gemeinde unterstütze das Vorhaben und stellt das Gebäude im nächsten halben Jahr zunächst für 100 Euro pro Monat zur Verfügung.

Ursula Fröhler und ihre Helferinnen sind vorerst jeden Tag von 12 bis 16 Uhr in dem Laden, perspektivisch sollen Montag und Dienstag als Öffnungstage wegfallen. Auch im Winter soll der Betrieb aufrecht erhalten werden.

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