Wassersport : Neuer Teamsport auf dem Wittensee

Die Stechpaddel sollen möglichst synchron durchs Wasser gezogen werden: Jörg Oppor (hinten) gibt einen zügigen Takt vor, da muss sich selbst die erfahrene Anke Wilke (vorne rechts) anstrengen.
Die Stechpaddel sollen möglichst synchron durchs Wasser gezogen werden: Jörg Oppor (hinten) gibt einen zügigen Takt vor, da muss sich selbst die erfahrene Anke Wilke (vorne rechts) anstrengen.

Anke Wilke und Jörg Oppor aus Groß Wittensee wollten ein Drachenboot-Team aufbauen. Das Training findet immer donnerstags statt – und es werden noch weitere Wassersportler gesucht.

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21. Juli 2014, 06:00 Uhr

Groß Wittensee | „Are you ready? Attention! Go!“ Jörg Oppor gibt das Startkommando. Alle versuchen das Stechpaddel möglichst synchron durchs Wasser zu ziehen. Erst noch mühsam, dann immer leichter und schneller gleitet die „Eckse“ durch das leicht wellige Wasser über den See. Jörg Oppor hält das Boot als Steuermann am Heck auf Kurs, gibt den Takt an und streut hier und da Manöver ein, wie Boot stoppen, Holschläge recht oder links, und Neustart. Es beginnt leicht zu regnen. Doch das stört niemanden. Wasser spritzt, wenn die Paddel nicht richtig durchs Wasser gezogen werden. Es wird gelacht. Zum Schluss sind alle nass. Neun und damit genügend Interessierte aus Osterby, Eckernförde, Ascheffel und Klein Wittensee fanden sich auf dem Gelände des Wassersport-Clubs am Wittensee ein, um den Drachenbootsport auszuprobieren.

Anke Wilke und Jörg Oppor aus Groß Wittensee, mehrfacher Weltmeister, Europa- und Vizeeuropameister mit dem Ü50-Nationalteam, haben sich mit ihrer 12,5 Meter langen und mit zehn Doppelsitzbänken ausgerüsteten „Eckse“ einen Traum erfüllt. Nun wollen sie ein 14- bis 22-köpfiges Team aufzubauen, das unter dem Namen ECKsen-ECKspress trainiert und später auch an Wettkämpfen in den Altersklassen 18 - Ü60 teilnimmt. „Es geht uns darum, den Drachenbootsport zu etablieren“, sagt Jörg Oppor. „Um gemeinsames Training auf dem Wittensee.“ Die über 2000 Jahre alte chinesische Tradition des Drachenbootfahrens erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Rund 100 organisierte und 2000 nicht organisierte Teams mit schätzungsweise 35000 Sportlern in Deutschland pflegen den Drachenbootsport. Ein Sport, der Ausdauer und Kraft erfordert, in jedem Alter und mit Partner ausgeübt werden kann. Funsport und Leistungssport zugleich. „Das tolle ist, dass es eine ausgesprochene Teamsportart ist“, betont Jörg Oppor. „Das Ganze funktioniert nur, wenn das Team harmoniert.“ Zwölf Leute braucht es schon für so ein Boot, erklärt er. Genau wie atmungsaktive Kleidung, in der Bewegung möglich ist. Das Boot ist zurück am Steg. Jörg Oppor ist zufrieden mit seinem Probeteam. „Ihr habt euch wirklich geschickt angestellt für Leute, die vorher noch nie ein Paddel in der Hand hatten“, lobt er. Die Teilnehmer freuen sich. „In der Gruppe auf dem See zu paddeln, das ist einfach schön“, schwärmt Inge Will aus Klein Wittensee. „Aber man merkt die Muskeln“, fügt sie hinzu und lacht. „Ich würde sehr gern weitermachen.“ Ihr Mann Thorben auch. „Wenn es bei mir zeitlich passt, auf jeden Fall“, sagt er. „Ich fand es klasse.“

Die Paddler klatschen sich ab, die Zuschauer, die an Land geblieben sind, applaudieren. „Das sieht schon großartig aus, wenn die Stechpaddel alle gleichzeitig einstechen“, meint Zuschauer Friedhelm Hollmann aus Groß Wittensee. „Und das Drachenboot macht ja auch was her.“ Nun hoffen Jörg Oppor und Anke Wilke auf genügend Interesse. Im Vordergrund soll der Teamgeist stehen. Trainiert werden soll ein Mal in der Woche für etwa zweieinhalb Stunden. Der Termin wird noch festgelegt und bekannt gegeben. Wer Interesse hat, kann sich bei Anke Wilke und Jörg Oppor unter Tel. 04356/1219 oder 0176/60 30 69 59 melden. Facebook: ECK-sen-ECKspress.

> Training ist regelmäßig donnerstags ab 18 Uhr

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