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20-jähriges Jubiläum : Neuer Schwung für Gemeindepolitik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kommunale Wählergemeinschaft Karby feiert 20-jähriges Bestehen. Gründung lief nicht ohne Turbulenzen ab. Zurzeit sind 21 Mitglieder aktiv.

Neuen Schwung in die eingefahrene Gemeindepolitik zu bringen und sich selbst besser zum Wohl der Gemeinschaft engagieren zu können – das war für viele Bürger Anlass genug, neben den etablierten Parteien CDU und SPD eine dritte Größe in der Gemeinde zu installieren: die Geburtsstunde der Kommunalen Wählergemeinschaft Karby. Diese wurde im September 20 Jahre alt.

Am 3. September 1993 fand im Gasthaus Nüser ein Vorgespräch zur Gründung einer Kommunalen Wählergemeinschaft statt. Initiatoren waren Hans-Werner Pohl, Karlheinz Hauser, Uwe Schröder, Peter Hansen, Frank Hertwig, Siegfried Müller, Malte Groß und Stephan Laasch. Viele Bürger nahmen an diesem Abend teil. Im Hause von Hans-Werner Pohl trafen sich Siegfried Müller, Uwe Schröder, Peter Hansen, Karlheinz Hauser und Frank Hertwig und erarbeiteten die Satzung für die KWK. Am 21. September wurde dann die Kommunale Wählergemeinschaft Karby (KWK) gegründet.

Erster Vorsitzender wurde Karlheinz Hauser, zweiter Vorsitzender Hans-Werner Pohl, dritter Vorsitzender Stephan Laasch. Uwe Schröder wurde zum Kassenwart und Siegfried Müller zum Schriftführer gewählt. Vierzehn Bürger seien der KWK als Mitglieder beigetreten, erinnert der langjährige Vorsitzende Hauser sich. Aber die ersten Tage nach der Gründung der Wählergemeinschaft seien nicht ohne Querelen abgelaufen, so Hauser im Rückblick. Auf der ersten Vorstandssitzung nur sieben Tage später kam es zum Austritt der beiden Vorsitzenden Hans-Werner Pohl und Stephan Laasch. Beide seien nicht bereit gewesen, aus der CDU auszutreten. Da die Satzung aber bestimme, dass Funktionsträger keiner weiteren Partei angehören dürfen, sei ein Austritt unumgänglich gewesen, so Hauser. Auf der ersten Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Dem Vorsitzenden Karlheinz Hauser traten der zweite Vorsitzende Malte Groß und der dritte Vorsitzende Frank Hertwig zur Seite. Erster Beisitzer wurde Peter Hansen, Uwe Schröder wurde Kassenwart und zweiter Beisitzer. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 5 Mark im Monat festgesetzt.

„Die Zeit von der Gründung bis zur ersten Mitgliederversammlung der Kommunalen Wählergemeinschaft Karby war ziemlich turbulent“, erklärt Hauser. Nach und nach sei es ruhiger geworden und die Arbeit für die Gemeinde habe beginnen können.

Das Motto der KWK lautet Tranparenz für die Bürger : „ Jeden über die Gemeindepolitik, über Planungen, Vorhaben der KWK zu informieren.“ Ein Mittel zur Tranparenzschaffung sei die Mitgliederversammlung. Die KWG lege großen Wert auf diese Art der Informationspolitik. „Jetzt steht die 39. Mitgliederversammlung an“, so der Vorsitzende Hauser.

Das große Engagement der ehrenamtlicher Kommunalpolitiker zeige sich auch in der Tatsache, dass die Fraktionsmitglieder auf ihre Aufwandsentschädigungen für Fraktionssitzungen zugunsten der Wählergemeinschaft verzichteten, erläutert Hauser. Und das bereits seit 20 Jahren. Zurzeit sind 21 Mitglieder in der KWK.

Dass die KWG erfolgreich arbeite, zeigten die Ergebnisse der Kommunalwahlen. Alle 5 Jahre, das heißt 1998, 2003 und 2008, sei es der KWK gelungen, drei Kandidaten in die Gemeindevertretung wählen zu lassen. Bei der diesjährigen Kommunalwahl seien Karlheinz Hauser und Frank Hertwig erneut in den Gemeinderat gewählt worden. „Bei allen Kommunalwahlen haben wir uns hervorragend präsentiert. Vielleicht gelingt es uns ja in dieser Legislaturperiode, den Bürgermeister zu stellen. Die Weichen hierfür sind gestellt“, so der Vorsitzende.

Vieles habe die KWK im Laufe der Jahre für die Gemeinde erreicht, so Hauser, zum Beispiel die Installation einer Straßenbeleuchtung in Karby Moor; die Eingemeindung der Brodersbyer Enklaven Schild und Werner; die Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Ausfahrt Wohlfahrt; die Einführung Tempo 30 in einem Teilbereich der Eckernförder Straße, auf KWK-Antrag Einführung eines jährlichen Aktionstages „Sauberes Dorf“ oder die Neuregelung und Vereinbarung der Strandnutzungsgebühr mit der Gemeinde Brodersby auf KWK-Antrag. Auf die KWK gehe auch die durchgehende nächtliche Beleuchtung in den Wintermonaten im Gemeindegebiet und die Umrüstung auf Energiesparlampen zurück, so Hauser weiter.

Aber die Wählergemeinschaft betreibe nicht nur das Geschäft der Politik, sondern engagiere sich auch auf gesellschaftlicher Ebene. „Keine andere politische Institution, Verein oder Verband in Karby hat über die Jahre hinweg so viele Aktionen für das Dorf oder seine Mitglieder organisiert wie die KWK“, sagt Hauser. Eine dieser Aktionen sei der Laternenumzug, der in diesem Jahr am 2. November stattfinde und großen Anklang bei Jung und Alt finde.

„Wir sind in der Gemeinde eine feste Größe geworden“, so der Vorsitzende. Die vergangenen 20 Jahre hätten gezeigt, dass es „ohne die KWK kein effizientes politisches Leben in der Gemeinde gibt“, zieht Hauser Bilanz.
















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