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Nachfolger : Neuer Polizeichef in Damp: Beruf mit Fingerspitzengefühl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Frank Pallentin ist Nachfolger des in Ruhestand gegangenen Bernd Bonau als Leiter der Polizeistation Damp

von
erstellt am 19.Feb.2016 | 06:31 Uhr

Damp | Zur Dienstwaffe greifen und schießen musste Frank Pallentin in seiner langen Dienstzeit noch nicht. Der 49-Jährige ist der neue Leiter der Polizeistation in Damp-Vogelsang. Der Polizeiberuf ist ein Erfahrungsberuf, sagt Pallentin. Davon hat der in Büdelsdorf und Rendsburg aufgewachsene Beamte sehr viel. Über zahlreiche Stationen in nahe zu allen Einsatzbereichen der Polizei war er tätig, bevor er Anfang des Jahres seinen Vorgänger Bernd Bonau in der Station Damp ablöste. Er ging in Ruhestand.

1984 fing Pallentin bei der Polizei an. Er schrieb nur eine Bewerbung, und die ging einzig an die Polizei. Es war sein Traumberuf, und die Entscheidung hat er bis heute nicht bereut. Nach seiner Ausbildung blieb er bis 1993 bei der Einsatz-Hundertschaft in Kiel. Es folgte ein Jahr im Wachdienst auf dem Rendsburger Revier, bevor er ein dreijähriges Studium anschloss und in den gehobenen Dienst wechselte. Rund zwei Jahre leitete er die Polizeistation Aukrug, vergleichbar mit der in Damp. Es folgten zwei Jahre Polizeiarbeit in der Einsatzleitstelle in Kiel. Ein spannendes Einsatzfeld eröffnet sich ihm von 2001 bis 2012, als er bei der Autobahnpolizeistation Schleswig im Einsatz war. Als Dienststellenleiter war er zuletzt dreieinhalb Jahre in Büdelsdorf tätig. Und als das Revier geschlossen wurde, wählte er die Leitungsposition in Damp. „Hier gefällt es mir sehr gut“, sagt Pallentin, der den Bereich Schwansen bisher nicht kannte. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Die ersten Wochen dienten der Eingewöhnung. Dabei habe er einen guten Überblick bekommen und auch seine fünf Kollegen kennen gelernt. „Das ist ein tolles Team“, sagt er und lobt die große Erfahrungsbandbreite seiner Kollegen. Sehr gern nutzte er auch die zahlreichen Hauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren in der Region, um sich vorzustellen und die Ansprechpartner vor Ort kennen zu lernen. Wie sein Vorgänger baut und vertraut Pallentin auf die gute Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kräften, vor allem den Freiwilligen Feuerwehren.

Sein neuer Einsatzbereich sei nun gänzlich verschieden zu Büdelsdorf, sagt er. Überwogen dort Einsätze zu Kriminalität stünden beim neuen Dienstort eher Verkehrssicherheit und Verkehrsunfälle an, sagt der Dienststellenleiter. Etwas überrascht war er angesichts der sehr großen Zahl von Wohngruppen mit Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden und, dass in den Sommermonaten die Bevölkerungszahl, vor allem in Waabs, um mehrere Tausend durch Camper ansteigt.

Ganz klar sieht er die Polizei mit Blick auf die Jugend in der Präventionspflicht. Straffällige Jugendliche müssten Wege aufgezeigt werden, damit sie keine kriminelle Laufbahn einschlügen. Damit die Jugendlichen schnell eine Reaktion und Konsequenzen auf ihr Fehlverhalten bekämen, könnte die Polizei auch gewisse Mittel, wie erzieherische Gespräche oder soziale Arbeiten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft einsetzen.

Seinen Beruf liebt Pallentin. Vielleicht liege das auch daran, dass er schon an so vielen Stationen Polizeiarbeit erlebte. Und Polizeiarbeit ist sehr viel mehr als nur ein Beruf, sagt Pallentin. Er müsse ebenso sozialpädagogisch handeln, körperlich fit sein und auch psychologisch denken, um sich immer wieder auf neue Menschen und Situationen einzustellen. „Polizeiarbeit erfordert in jedem Fall sehr viel Fingerspitzengefühl“, sagt er, das durch Erfahrung in der Praxis gewonnen werde.

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