Literatur : Neuer Landarzt in der Region

Stefanie Ross lässt ihr 25. Buch im nördlichen Schwansen spielen.
Stefanie Ross lässt ihr 25. Buch im nördlichen Schwansen spielen.

Der Krimi „Das Schweigen von Brodersby“ von Stefanie Ross spielt im nördlichen Schwansen, an der Schlei und der Ostsee

Dirk_Steinmetz-8463.jpg von
30. August 2017, 06:13 Uhr

Brodersby | Mysteriöse Todesfälle in der kleinen Gemeinde zwischen der Ostsee und der Schlei, Geheimniskrämerei unter den Bewohnern und ein neuer Landarzt mit einer Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt. Der Roman „Das Schweigen von Brodersby“ ist ein Krimi, in dem es trotz all der ländlichen Idylle Schwansens nicht selten um Leben und Tod geht.

Jan Storm war als Arzt mit dem Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr in Afghanistan. Um die Bilder aus dem Kriegsgebiet und dunkle Erinnerungen aus dem Kopf zu bekommen, sucht er einen Neuanfang und übernimmt eine Landarzt-Praxis in Brodersby im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Aber  anstatt der erhofften Ruhe   kommen die Bilder und Erinnerungen immer wieder, und er gerät darüber hinaus erneut in brenzlige Situationen und nicht zuletzt in Lebensgefahr. Mit dem Motorrad erkundet der Protagonist die Gegend. Wer das nördliche Schwansen kennt, wird einiges wiedererkennen, aber nicht alles. „Der Verlag wollte gern einen realen Ort, aber ich  musste einige Dinge anpassen“, verrät die Autorin Stefanie Ross.

Sie schreibt von einem Kiosk, einer Tankstelle und  einem griechischen Restaurant – vielleicht nicht direkt in Brodersby, aber „irgendwo zwischen Rieseby, Holzdorf und Kappeln gibt es sie tatsächlich“.

Stefanie Ross wurde in Lübeck geboren und ist viel in der Welt rumgekommen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Kiel hat sie in verschiedenen Banken gearbeitet. Damit begonnen, zusätzlich Thriller zu schreiben, hat sie vor rund fünf Jahren. Insgesamt 26 Bücher hat   die Autorin inzwischen veröffentlicht. Viele von ihnen handeln von   Sondereinsatzkommandos, wie den Navy Seals, gepaart mit Ermittlungen des Landeskriminalamts in Hamburg.„Die Zusammenarbeit der Seals mit dem LKA hat es wirklich gegeben“, versichert Ross. „Außerdem mochte ich schon immer die Bücher von Tom Clancy.“ Aber mit ihrem  ersten Landarzt-Krimi schlägt sie eine neue Richtung ein – auch wenn mit Jörg und Jo zumindest zwei Figuren aus anderen Romanen wieder auftauchen.

Und warum nun gerade die Gegend um Brodersby? „Mein Mann kommt aus der Region und ist in Kappeln zur Schule gegangen“, verrät sie. Und weil nicht nur ihr Protagonist Jan Storm eine Vorliebe für schnelle Fortbewegungsmittel hat und eine Ninja, ein Motorrad der Marke Kawasaki, fährt, sondern Ross auch selbst gern auf zwei Rädern unterwegs ist,  hat sie die Gegend oft durchfahren und kennt sie inzwischen ziemlich gut.

Dass ihr Buch nun ausgerechnet die Bezeichnung „Landarzt-Krimi“ trägt, hat aber nichts mit Kappeln, Deekelsen und der ZDF-Serie  zu tun. „Das war ganz unbewusst und ist mir tatsächlich erst hinterher aufgefallen“, sagt sie und lacht. „Die Geschichte spielt nur in dieser Gegend, weil ich einfach verliebt bin in die Schlei.“ Darum freut es Stefanie Ross auch, dass „Das Schweigen von Brodersby“ mit der Mischung aus Intrigen und Spannungsmomenten, mit Episoden über das menschliche Miteinander, Freundschaft und Liebe bei den Lesern gut ankommt und sie zum Recherchieren noch öfter nach Schwansen,  an die Ostsee und die Schlei muss. Denn der Grafit-Verlag, bei dem das Buch im Juli erschienen ist, hat bereits einen zweiten Teil über  den neuen Landarzt Jan Storm bestellt.

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