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Toten- und Knochenbruchgilde : Neuer Gildekönig für Kosel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kosel feiert das Fest der Toten- und Knochenbruchgilde von 1733. Hans-Joachim Heide gibt den Königsschuss ab.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2015 | 05:52 Uhr

Kosel | Sichtlich erfreut und stolz trat Hans-Joachim Heide aus den Reihen der Gildemitglieder am Freitagnachmittag hervor, als Gildeschreiber Bernd Sander ihn zu sich nach vorn auf den grünen Rasen vor dem Kyffhäuserheim bat und ihn als neuen König proklamierte. In Kosel war am Wochenende Gildezeit. Die Toten- und Knochenbruchgilde von 1733 feierte ihr traditionelles Fest. Hatte Petrus am Freitag noch ein Einsehen und hatte schönstes Sommerwetter geschickt, sah es am Sonnabend ganz anders aus. Pünktlich um 16 Uhr, als es zum Umzug durchs Dorf ging, um Ältermann Uwe Suhr und König abzuholen, setzte der Regen ein.

Doch am Freitag gab es Sonne satt. Bereits zum Antreten der Gildemitglieder morgens um 8 Uhr vor dem Gildelokal Koselerhof schien die Sonne. Optimale Bedingungen, um den Ältermann Uwe Suhr und den noch amtierenden König von 2014, Uwe Petersen, abzuholen. Nach der Gildeversammlung begann die Schießwettwerbe. Rund 60 der 107 Gildemitglieder schossen im Kyffhäuserstand mit Kleinkaliber auf 50 Meterscheiben. Jedes Mitglied durfte drei Schuss abgeben. Demjenigen, der dem Kreuz in der Mitte der Scheibe am nächsten kam, sollte der Nachfolger des Vorjahreskönig Uwe Petersen werden.

Das gelang Hans-Joachim Heide (54) am besten. Ihm folgten auf den vorderen Plätzen Benjamin Spack (Platz 1), Ingo Wachs (Platz 2) und Ralf Dreesen ( Platz 3). Mit Musik der Drums & Pipes aus Eckernförde wurde der neue König (von Beruf Polizist) samt Ehefrau Silvia mit einem Umzug nach Hause gebracht, wo er sich auf den anstehenden Gildeball im Koseler Hof vorbereiten konnte.

Der Sonnabendnachmittag sollte ganz im Zeichen des großen Festumzugs stehen. Konnte der Ältermann noch einigermaßen trockenes Fußes zu Hause abgeholt werden, wurde der Regen anschließend stärker. Begleitet wurde der Umzug der Gildemitglieder von Musikern des TuS Eckernförde, die sich trotz des heftigen Regens tapfer hielten. Beim neuen König Hans-Joachim Heide angekommen, hatten die Musiker die Möglichkeit, sich im Carport unterzustellen. Dort gaben sie ein kleines Platzkonzert. Aufgrund des Wetters verzichteten sie auf einen weiteren Marsch durchs Dorf zum Gildelokal Koseler Hof. „Dafür hatten wir alle Verständnis“, erklärte Gildeschreiber Bernd Sander, „die Musiker waren vollkommen durchnässt.“ Auch die Gildemitglieder selbst ließen den Umzug durchs Dorf an diesem Nachmittag ausfallen und gingen direkt zum Gildelokal, wo sie sich auf den großen Festball am Abend vorbereiteten.

Nicht nur die Erwachsenen, auch die Kinder feiern in Kosel ein Gildefest. Ein neues Team von vier Frauen bereitet seit Februar die Kindergilde am Sonnabend, 4. Juli, vor. Unter der Leitung von Katrin Bachstein (36), Birthe Grimm (33), Annika Wagner (33) und Maike Lassen (42)wurden im Dorf Spenden für die Preise eingesammelt und altersgerechte Spielstationen entworfen. Alle Kinder im Alter von drei bis 16 Jahre können bei der Kindergilde, die in diesem Jahr unter dem Motto „Wilder Westen“ steht, mitmachen. Knapp 100 Kinder hätten sich bereits angemeldet, so Annika Wagner. Anmeldungen werden noch bis zum 27. Juni im Dorfladen entgegengenommen. Das Fest selbst findet von 14 bis 17 Uhr auf dem Gelände der Alten Schule statt. Für das nächste Jahr suchen die Frauen noch engagierte Eltern, die bei der Gestaltung behilflich sind.

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