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Falsch geplant : Neuer Fahrplan: Schüler kommen zu spät

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bahn räumt Fehler bei Umstellung ein / Kurzfristige Abhilfe zugesagt

von
erstellt am 21.Jan.2014 | 06:30 Uhr

Einige Schüler des Gymnasiums kommen zur ersten Stunde regelmäßig zu spät. Und sie können gar nichts dafür. Die Autokraft hat im Dezember den Busfahrplan umgestellt, so dass ihr Bus erst sieben Minuten vor dem ersten Klingeln an der Haltestelle am Stifter Dorfteich vorfährt, anstatt wie zuvor eine Viertelstunde. Die Schülervertretung fordert dringend eine Korrektur.

Bisher sei es möglich gewesen, den Weg von der Haltestelle bis zum Klassenzimmer in 15 Minuten zurückzulegen und pünktlich in der Schule zu erscheinen, teilt Simon Becker, Mitglied der Schülervertretung am Gymnasium Altenholz und stellvertretender Landesschülersprecher der Gymnasien, mit. Nun aber halte die Linie 900 nicht mehr um 6.33 Uhr, sondern erst um 6.46 Uhr in Surendorf. „Deshalb sind wir immer erst wenige Minuten vor Schulbeginn am Dorfteich und schaffen es nicht pünktlich zum Unterricht“, sagt Sören Ulland. „Wir bezweifeln die Sinnhaftigkeit einer Änderung der Busfahrpläne durch die Autokraft“, fügt Jonah Grütters, Schülervertreter des Gymnasium, hinzu. Und er betont: Eine Vielzahl der Schüler komme zu spät, weil es ihnen nicht anders möglich sei, überhaupt zur Schule zu kommen.

Auch am Nachmittag nach Unterrichtsende macht sich die Fahrplanänderung negativ bemerkbar: Nach der siebten Stunde fährt der Bus nun um 13.30 Uhr ab, wenn die Stunde erst zu Ende ist. Bislang war der Fahrplan auf 13.39 Uhr ausgelegt. Die Linie 901 nach Schilksee hält um 13.30 Uhr nur noch oben am Rathaus und fährt nicht mehr bis zum Stifter Dorfteich durch. „Es ist den Schülern jetzt unmöglich, diesen Bus zu nehmen“, macht Simon Becker deutlich. Mike Nöbbe aus Dänischenhagen zum Beispiel muss nun immer auf die Linie 900 nach Krusendorf warten. „Um die Zeit, wenn ich jetzt in den Bus einsteige, wäre ich eigentlich schon zu Hause gewesen“, sagt er.

„Die Autokraft sollte dringend ihre Busfahrpläne überdenken und schülerfreundlicher gestalten. Wir fordern eine Änderung der Fahrpläne und wünschen uns für die Zukunft, dass man vorher mit uns und der Schulleitung spricht“, sagt Becker weiter. Es müsse eine für alle Schüler zumutbare und verlässliche Schülerbeförderung geben.

In der Fahrplanerstellung sei ein Fehler unterlaufen, räumt Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Deutschen Bahn, zu deren Tochtergesellschaften die Autokraft zählt, auf Nachfrage der EZ ein. Eine Alternative werde erarbeitet und soll zeitnah in die Einzelprüfung – die Linie ist in den Taktplan der Kieler Verkehrsgesellschaft eingebunden und muss damit abgestimmt werden.

 

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