Kommando Spezialkräfte : Neuer Chef für die Kampfschwimmer

Großer Bahnhof: Insgesamt vier Fallschirmspringer landeten zur Demonstration der Einsatzfähigkeit des KSM bei der Kommandoübergabe.
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Großer Bahnhof: Insgesamt vier Fallschirmspringer landeten zur Demonstration der Einsatzfähigkeit des KSM bei der Kommandoübergabe.

Henrik Riechert löst Jörg Buddenbohm als Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte Marine ab.

shz.de von
24. September 2016, 06:52 Uhr

Eckernförde | Fallschirmspringer und tieffliegende Hubschrauber – großer Bahnhof am Marinestützpunkt am Freitagvormittag. Allein die Anwesenheit des Kommandeurs der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan C. Kaack, zeigte, welche Bedeutung dem Anlass beigemessen wurde: Die Kampfschwimmer haben nämlich einen neuen Chef. Im Rahmen einer Bataillonsmusterin übergab Kaack die Führung des Kommandos Spezialkräfte der Marine (KSM) von Fregattenkapitän Jörg Buddenbohm an Fregattenkapitän Henrik Riechert.

Die Kampfschwimmer sind die ganz harten Jungs der Marine. Sie operieren häufig in kleinen Verbänden in Krisengebieten. Zu ihren Aufgaben gehören zum Beispiel die Aufklärung oder die Geiselbefreiung hinter feindlichen Linien. Alles streng geheim, versteht sich. Über konkrete Einsätze wird nicht gesprochen, auch nicht darüber, wieviele Soldaten im Kommando organisiert sind.

Buddenbohm war der erste Kommandeur des vor zwei Jahren neu aufgestellten KSM, in dem die Kampfschwimmer organisiert sind. Vor der Umstrukturierung waren sie zusammen mit den Minentauchern und Boardingkräften Teil der Spezialisierten Einsatzkräften der Marine (SEKM). Der 44-Jährige hat seine Dienstzeit genutzt, um den Verband, der nach seiner Gründung erst eine „grundsätzliche Einsatzfähigkeit“ besaß, weiter zu organisieren und auszubauen. Die Nachwuchssorgen, die die Kampfschwimmer von jeher plagten, sind in dieser Zeit durch eine gezielte Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit geringer geworden. „In den vergangenen 50 Jahren haben wir noch nie eine so gute Nachwuchslage gehabt wie heute“, sagte er. Dennoch seien noch nicht alle Sollstellen besetzt. Buddenbohm wechselt an die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.

Sein Nachfolger Henrik Riechert (40) ist wie Buddenbohm ebenfalls ausgebildeter Kampfschwimmer und hat sich ein Ziel gesetzt: „Entweder man macht den Job richtig oder gar nicht. Ich will ihn richtig machen.“ Demnächst steht ein größerer Einsatz bevor. Doch der ist – na klar – streng geheim.

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