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Borbyer Gilde : Neuer Beisitzer und Ideen zur Nooröffnung

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Juchfruu Petra Johannsen und Schaffer Peter Becker haben ihre Aufgaben in der Borbyer Gilde beendet. Gleichzeitig wurde Gildezelt-Wirt Sefko Feratoski zum Beisitzer gewählt. Die Gilden melden derweil Begehrlichkeiten für die Nooröffnung an. Gleichzeitig

Eckernförde | Seit Jahren ist die Borbyer Gilde heimatlos. Das Gildelokal Lindenhof ging verloren, eine neuer „Dörpskrog“ ist noch nicht gefunden. Mit Unterstützung der Kirchengemeinde Borby ist die Notunterkunft Gemeindehaus ein dankbarer Ausweichort geworden. In dem übervollen Saal fanden sich am Sonnabend 75 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung ein.

Sorgenvoll wird an die Zukunft der in ihrer Art größten Gilde in Schleswig-Holstein gedacht. Veränderungen bestimmen die Zeit, neue Auflagen für die Gestaltung des Gildefestes fordern die ehrenamtlichen Helfer über das Maß hinaus. Es muss gespart werden, ohne die Tradition zu gefährden. Der Vorstand der Gilde ist sich bewusst: „Ohne unsere vielen, vielen Helfer und ohne Zusammenhalt ist das Gildefest kaum zu bewältigen, deshalb gilt unser Dank allen die dazu beitragen“, sagte Vorsitzender Lorenz „Lorne“ Marckwardt.

Bei den Wahlen spiegelte sich das Vertrauen der Mitglieder wieder: Ralf Wiebenson bleibt weiter stellvertretender Vorsitzender, das wichtige Amt der Gildeschreiberin liegt weiterhin in den Händen von Britta Schlegel.

Einen Vorschlag machte der ehemalige Gildeschreibers und SPD-Ratsherr Jörg Meyer: „Wir brauchen Veränderungen und Verjüngung in der Gilde. Deshalb sollten wir Professionalität zu Hilfe nehmen, auch im Vorstand.“ Meyer schlug Gildezelt-Wirt Sefko Feratoski als Beisitzer vor. Claus Zander machte nach acht Jahren den Weg für den neuen Beisitzer frei und wechselte ehrenhalber als Gast an den Zwölfer-Tisch.

Mit viel Applaus und Dankesworten wurden Schaffer Peter Becker und Juchfruu Petra Johannsen verabschiedet. Fast zehn Jahren haben sie die Gilde zu den drei tollen Tagen begleitet. Ein bisschen Wehmut klingt durch: „Wenn wir auch nicht mehr mitmarschieren, wir bleiben unserer Gilde treu.“ Das freudige Juchen von Petra Johannsen in den Reihen der Zuschauer bei den Ummärschen werden die Gildemitglieder sicher noch das ein oder andere Mal heraushören.

Viele lobenswerte Worte überbrachte Arnold Metzger der Gilde. „Wi mütt tosamen stahn, gerade ok in slechte Tieden.“ Otto Schlotfeld von der Plattdüütsch Gill hatte eine Idee, die viel Anklang fand: „Wenn de Nooröffnung nu kümmt, schall dor ni so’n lütten Placken för de veer Gill’n in Eckernför över sien? Dat mütt wi tosamen utklamüsern un een Ingav an de Stadt maaken.“ Für diesen Vorschlag erntete Schlotfeld viel Beifall und ein herzhaftes Juchen der Juchfruun. Mit dem Blick auf die kommenden drei tollen Borbyer Tage beendete Öllermann Günter Krause die Versammlung, zu der viele Politiker und Stadtvertreter der SPD gekommen waren, die traditionsgemäß eine feste Bindung zur Gilde haben.

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erstellt am 03.Feb.2014 | 06:45 Uhr

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