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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 03:05 Uhr

Straßenausbau : Neuer Asphalt bis Pukholt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gammelbyer Bauausschuss empfiehlt den Straßenausbau der Verbindungsstraße Gammelby nach Pukholt für rund 205 000 Euro. Es wird mit Fördermitteln gerechnet. Zugleich wird eine Straßenausbaubeitragssatzung erstellt.

von
erstellt am 21.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Gammelby | Rund zwei Kilometer misst das Stück Verbindungsstraße zwischen Gammelby und Pukholt. Die Straße soll nach einstimmiger Empfehlung des Bauausschusses unter Leitung von Tarik Stolz (GWG) ausgebaut werden. Ganz grob wird mit Kosten von rund 205 000 Euro gerechnet, wie Carsten Wiele von der W2 Ingenieurgesellschaft mbH im Ausschuss erläuterte. Das Vorhaben kann mit 55 Prozent auf die Nettokosten (rund 152 000 Euro) mit Mitteln aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) über den Kreis gefördert werden, wie Jan Andresen vom Amt Schlei-Ostsee ergänzte. Die Aussicht auf die Mittel sei gut, das er gab eine Nachfrage des Amtes.

Das Vorhaben sieht vor, die Fahrbahn unverändert bei 4,60 Meter Breite zu lassen, die Fahrbahn aber neu auf zu bauen. So sollen eine 5,5 Zentimeter starke Tragschicht und eine 2,5 Zentimeter mächtige Deckschicht aufgebracht werden. Die dann höhere Fahrbahn soll an den Banketten mit Asphaltrecycling angepasst werden, beziehungsweise in Kurvenbereichen mit Rasengittersteinen zusätzlich verstärkt werden, wie Ingenieur Wiele ausführte. Der Ausschuss empfahl zugleich die Erstellung einer Straßenausbaubeitragssatzung, da das Bauvorhaben auch durch Anliegerbeiträge mitfinanziert werden muss. Vor dem Baustart werden Abwasserleitungen in der Straße auf ihren Zustand überprüft, um gegebenenfalls vor einer neuen Asphaltdecke zu sanieren, wie Andresen betonte. Den Einbau eines Straßenversatzes zur Reduzierung der Verkehrsgeschwindigkeit an den Ortseingängen Dordstraße nach Pukholt und Bergstraße nach Birkensee wurde mit Mehrheit durch die Mitglieder des Ausschusses abgelehnt. Wiele hatte nach einem Ortstermin mit Gemeindevertretern verschiedene Entwürfe vorgestellt. Die Kosten je Ortseinfahrt zur Verengung der Durchfahrt variierten zwischen rund 4000 und 9000 Euro, je nach Umfang der Arbeiten und Bepflanzung der zusätzlichen „Hindernisse“ auf der Fahrbahn. Während der Ausschussvorsitzende sich für eine kostengünstige Lösung aussprach, lehnten Mitglieder der KWG das Vorhaben ab. Jürgen Thoms, wie auch Ralph Sicker, stellten fest, dass man bereits eine Tempo-30-Zone ab Ortsschild habe. Noch zusätzliche Bauvorhaben, um die bereits vorhandenen Baumtore zu ersetzen, lehnten sie ab. Nur Geschwindigkeitskontrollen mit Geldstrafen seien seiner Meinung nach eine wirksame Lösung, so Thoms. Dem hielt Stolz entgegen, dass eine Fahrbahnverengung schon Sinn mache, gerade, wenn das Stück nach Pukholt jetzt ausgebaut und eine Piste werde. Dabei berief er sich auf die Ergebnisse einer Verkehrsmessung des Kreises, von der Bürgermeisterin Marlies Thoms-Pfeffer (KWG) berichtete. Danach waren am 15. Mai in fünf Stunden am Vormittag ab 7.30 Uhr insgesamt 162 Fahrzeuge festgestellt worden. Davon waren 59 schneller als 38 Stundenkilomter bei erlaubten 30. Der schnellste war 59 Stundenkilometer schnell.

Auf der Ausgleichsfläche im B-Plan Erweiterung Kummel soll wieder eine Bepflanzung mit Bäumen hergestellt werden. Dies war nach Fertigstellung des Baugebietes Ende der 90 Jahre erfolgt, und es gab auch schon eine Nachpflanzaktion, an die Sicker und Thoms sich erinnerten. Durch unter anderem Wildverbiss war der Baumbestand nicht aufgewachsen. Der Ausschuss empfahl einstimmig, bis 2016 in möglicherweise drei Schritten Bäume wieder anzupflanzen. Das Amt soll unter Berücksichtigung der B-Planauflagen eine Bepflanzung ausarbeiten.

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