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Schwere Entscheidung : Neuer Amtsleiter für Dänischenhagen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Björn Petersen kehrt zurück ins Hauptamt / Laufbahnwechsel schwierig

Die Politik bescheinigt ihm beste Arbeit, die Mitarbeiter schätzen ihn, und er selbst geht in der Aufgabe als Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Dänischenhagen voll auf. Dennoch geht Björn Petersen nach fast einem Jahr an der Spitze der Verwaltung zurück auf seine vorherige Stelle als Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes – der Posten des Leitenden Verwaltungsbeamten (LVB) wird ausgeschrieben.

Dass der Verwaltungsfachwirt mit der Wahl zum Leitenden Verwaltungsbeamten durch den Amtsausschuss im März vergangenen Jahres vom Tarifbeschäftigten in die Beamtenlaufbahn wechseln muss, sei klar gewesen, macht Amtsvorsteher Sönke Paulsen deutlich. Doch die Bedingungen hätten alle überrascht – lagen sowohl Petersen als auch dem Amtsausschuss vor der Ernennung andere Informationen vor. Ungeachtet der Tatsache, dass Petersen 16 Jahre im Amt ist und seit 2008 den damaligen LVB Dirk Osbahr vertrat, würde er mit der Verbeamtung auf den Status eines Berufsanfängers im gehobenen Dienst zurückfallen – mit drei Jahren Probezeit. Den Status, den er als Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes hat, hätte er voraussichtlich 2019/2021 wieder erreicht, sofern der Amtsausschuss den jeweiligen Beförderungen zustimmt. Anträge des Amtes beim Landesbeamtenausschuss, mit Blick auf Petersens Erfahrung und Fachkenntnis davon abzuweichen, wurden abgelehnt. Vermutlich aus Angst, einen Präzedenzfall zu schaffen, meint Paulsen.

Sowohl er als auch die Mitglieder des Amtsausschusses bedauern Petersen Entscheidung, unter diesen Umständen auf die Verbeamtung und damit die Stelle des LVB zu verzichten, zu tiefst, und zollen ihm Respekt. Die Arbeit, die Petersen in dem einen Jahr geleistet habe, werde unisono anerkannt, er habe im Haus einiges bewegt und neu geordnet. Paulsen: „Wir hätten mit ihm einen guten, kompetenten LVB haben können.“ Vom LVB werde eine objektive und unabhängige Beratung der Politik gewünscht, die sei jedoch nicht immer unbedingt angenehm. Und das vertrage sich nicht, wenn man selbst vom Wohlwollen der Politik abhängig sei, zeigt Paulsen Verständnis. „Das Haus kann keinen Chef gebrauchen, der in den nächsten Jahren in der Luft hängt“, erklärt Petersen, dem die Arbeit mit Mitarbeitern und Politikern sehr viel Spaß macht. „Das Herz sagt zwar bleib, aber der Verstand sagt mir, dass das nicht geht“, so Petersen weiter.

Die Stelle wird zeitnah ausgeschrieben. Paulsen geht davon aus, dass sie in drei bis vier Monaten besetzt werden kann. Bei den Bewerbern werde man darauf achten, dass der Kandidat schon verbeamtet ist. „Wir haben unsere Lehren daraus gezogen“, so Paulsen.

 

 

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erstellt am 30.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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