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Radwegenetz : Neue Wege für Radfahrer und Wanderer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Freizeit- und Radwegenetz im Dänischen Wohld soll für Einheimische und Touristen attraktiver werden. Start im Mai 2018 ist möglich.

„Es gibt viele schöne Wege im Dänischen Wohld. Die Einheimischen kennen sie nicht und die Touristen kennen sie auch nicht, weil sie nicht ausgeschildert sind“, stellte Stefan Borgmann, Chef der LTO (Lokale Tourismus Organisation Eckernförder Bucht), zu Beginn der Sitzung der Arbeitsgruppe Freizeit– und Wegenetze im Dänischen Wohld fest. Das solle sich nun ändern und müsse sich auch ändern, wenn die Region attraktiv für den Tourismus bleiben beziehungsweise werden soll. Darüber waren sich die etwa 20 Vertreter der Gemeinden aus dem Amt Dänischer Wohld einig.

In Surendorf und Krusendorf hatten bereits Arbeitsgruppen getagt und Wege in die Karten eingezeichnet. Am Dienstagabend galt es nun, den südlichen Bereich der Region Dänischer Wohld zu bearbeiten. In drei Unterarbeitsgruppen beschäftigten sich die Tourismus- und Wegeexperten aus den Gemeinden nacheinander mit den Radwegen, den Wanderwegen sowie den Sehenswürdigkeiten und Ausflugslokalen an den Strecken. Das Ziel war es, aus vorhandenen Wander- und Radwegen attraktive Rund-Wege zu kreieren. Am Schluss lagen drei Karten mit vielen Ideen auf dem Tisch, von denen sich manche auch ganz oder teilweise überschnitten.

Aus diesen Vorschlägen sollen nun Routen, die sich voneinander unterscheiden, ausgewählt werden. In den Hüttener Bergen, die bereits über ein Rad- und Wanderwegenetz verfügen, sind es am Ende 27 Wege geworden. Mit einer ähnlichen Zahl rechnet Borgmann auch für die Region Dänischer Wohld, die insgesamt 33 Gemeinden umfasst. Im August und September sollen die Routen abgefahren, geprüft und anschließend digitalisiert werden. Für Oktober oder November ist die Schlussveranstaltung geplant. Die zuständigen kommunalen Gremien müssen das erarbeitete Netz am Ende beschließen. Dann können die Aufträge vergeben werden.

Zu tun ist einiges: Die Wege müssen beschildert werden, an den Ausgangspunkten der Wege soll es Parkplätze mit Informationstafeln geben und es soll eine Broschüre mit einer Startauflage von 20000 Exemplaren gedruckt werden. Auch über ein mögliches Maskottchen wurde gesprochen. Für das Freizeit-und Radwegenetz von Eckernförde heißt es „Ecki“ und in den Hüttener Bergen „Hütti“. „Im Dänischen Wohld könnte es ’Rapsi’ heißen“, so die Idee der ehemaligen Gettorfer Rapsblütenkönigin Silke Langmaak. Ob sich die anderen 32 Gemeinden dafür begeistern lassen, bleibt abzuwarten. Am Dienstag gab es für diese Idee zunächst weder Zustimmung noch offenen Widerspruch.

20  000 Euro soll das Projekt kosten, 16  000 Euro an Fördermitteln werden erwartet. Es bleiben 4000 Euro Eigenmittel für die beteiligten Gemeinden und den Landkreis. Mit der Ausschilderung der Wege sei es jedoch nicht getan. Die Wege müssen schließlich auch unterhalten werden. „Die dauerhafte Unterhaltung könnte durch einen Zweckverband übernommen werden“, schlug Hermann-Josef Thoben, Vorsitzender der Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins, vor. Stefan Borgmann erinnerte an die Verantwortung des Landkreises, der schon jetzt die Fahrradwege unterhalte. Der Haushaltsansatz dafür müsste dann erhöht werden. Wenn alles nach Plan läuft, ist das gut ausgeschilderte Freizeit- und Fahrradwegenetz in der Region Dänischer Wohld im Mai 2018 startklar.

Karte
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erstellt am 27.Jul.2017 | 07:19 Uhr

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