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Masterplan Küste : Neue Vorschläge zur Aufwertung der Küste

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hamburger Planungsbüro legt einen Masterplan Küste vor. Die Gutachter verlegen die Seebrücke an die Hafenspitze, am Exer soll eine verglaste Strandhalle entstehen.

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erstellt am 25.Nov.2015 | 17:30 Uhr

Eckernförde | 6,5 Kilometer Küste vom Goossee bis zum Segelhafen und 290 Hektar Wasserfläche, darüber kann sich eine Stadt nur freuen. Jede Menge attraktive Wasserlagen, die genutzt und gestaltet werden wollen. Die Stadtverwaltung hat jetzt einen „Masterplan Küste“ beim Hamburger Büro Prokom in Auftrag gegeben, um zu erfahren, welche Entwicklungsmöglichkeiten externe Gutachter für den Eckernförder Küstenstreifen sehen. Landschaftsarchitekt Andreas Werning vom Hamburger Planungsbüro Prokom hatte am Dienstagabend im Bauausschuss in seiner Power Point Präsentation einige Neuerungen zu bieten, die die Mitglieder nun in ihren Fraktionen beraten und auf Umsetzbarkeit abklopfen werden.

> Segelhafen: Werning war bei der Präsentation seiner Zeit naturgemäß ein Stück voraus. So gab es schon die abgesperrte Bundeswehrstraße mit Wendehammer hinterm Klärwerk, Die Solgleite des Möhlwischbachs mündet auf dem Gelände des Segelclubs in die Ostsee, so dass Meerforellen dort zum Laichen aufsteigen können. Das Projekt, so Werning, sei beim SCE positiv aufgenommen worden, nur fehle es am Kapital, dieses zu realisieren. Kapital wird auch für eine neue Slipanlage westlich des Clubhauses benötigt, die dort im Zuge der Neugestaltung des Straßenzuges entstehen könnte. Wenn der Verkehr durch die Straßenschließung spürbar abnimmt, könnte auch der Fußweg von 1,50 auf 3,50 Meter verbreitert werden, um den Bereich auch für Passanten attraktiver zu machen, schlug der Gutachter vor.

>Badestelle Borby: Angesichts der künftigen Verkehrsberuhigung am Jungmannufer möchte Werning auch die Borbyer Badestelle an der Steinmole aufwerten. Weniger Verkehr, mehr Parkplätze auf Kosten einer der beiden Boule-Bahnen, ein größerer Strand und eine verlängerte begehbare Mole mit Kiosk und Treppenterrasse könnte die Badestelle zu einem neuen maritimen Treffpunkt machen. Das Bojenfeld sollte möglichst zurückgenommen werden und auf keinen Fall weiter ausgedehnt werden, weil es den Badebetrieb einschränkt.

>Nooröffnung: Dort schlägt Werning einen Fleet als verbindendes Element von Noor und Hafen vor.

>Seebrücke: Die sieht der Gutachter in Fortführung des Yachthafens an der Hafenspitze und nicht am Exer oder Fördeplatz neben der Stadthalle. „Die Sichtbezüge und Transparenz würden zu sehr belastet. Eine zweite Seebrücke neben der WTD ist ein Konflikt im maritimen Landschaftsbild“, sagte Werning. Sie sollte in die Struktur eingebunden werden statt ein zusätzliches Bauwerk in die Bucht zu setzen. Die Hafenmole könnte zu diesem Zweck verlängert werden, dort könnte aufgrund der 10 Meter Wassertiefe auch ein Kreuzfahrtschuff wie die MS Albatros anlegen: 205 Meter lang, 25 Meter briet, 7,55 Meter Tiefgang.

>Fördeplatz: Der Fördeplatz zwischen Stadthalle und Willers-Jessen-Schule soll der Platz zur Ostsee werden. Etwas Grün raus und ein schwebendes Deck zum Verweilen als Übergang zum Strand – so stellt sich der Landschaftsarchitekt die Gestaltung vor.

>Strandhalle: Als Verbindung zwischen dem geplanten Hotel auf dem Exer und dem Wellenabd stellt Werning sich eine weitläufige gläserne Strandhalle mit Gastro-Kuben, Indoorraum und Terrasse vor.

>Südstrand: Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet – „Natur ist dort Programm“, sagte Andreas Werning. Nutzungen seien dort „sensibel zu entwickeln“. Deutlichen Optimierungsbedarf sieht er bei der WC-Anlage.

>Hochwasserschutz:Hier sieht Werning eindeutig Handlungsbedarf. Viele Abschnitte lägen unterhalb von 3 Metern über NN. Der Aufwand sei immens, aber das Beispiel Lauenburg zeige, welch wichtige Rolle der Hochwasserschutz spielt.

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