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Amtseinführung : Neue Vertretungspastorin kann durchstarten

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Propst Sönke Funck hat Sonntagabend Pastorin Brigitte Gottuk die Ernennungsurkunde als Vertretungspastorin für Schwansen und die Hüttener Berge übergeben. Gottuk wird vor allem Gottesdienste und Amtshandlungen in zehn Gemeinden übernehmen.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Es war ein feierlicher Gottesdienst in der Siesebyer Kirche, in dessen Mittelpunkt die Amtseinführung von Pastorin Brigitte Gottuk als Vertretungspastorin mit einer Dreiviertelstelle für Schwansen und Hütten stand. Ein Gottesdienst, der viel mehr Menschen anzog, als erwartet, am Ende war die Kirche fast gefüllt. Dies darf sicher als Zeichen des ausgeprägten Interesses gewertet werden, das Gottuk bei den Menschen auslöst. Gehalten wurde der Gottesdienst von Siesebys Pastorin Kirsten Erichsen, Propst Sönke Funck und Gottuk selber.

Am letzten Sonntag der Weihnachtszeit konnte Gottuk die Ernennungsurkunde von Propst Funck entgegennehmen. Dieser umriss in seinem Beitrag das große Aufgabenfeld der Vertretungspastorin und die sich daraus ergebenden Anforderungen an den Menschen und die Pastorin. Ein hohes Maß an Flexibilität sei gefordert, von „Null auf Hundert“ in gleich zehn Gemeinden Dienst tun zu können und dabei die Balance zwischen innerem Engagement und nötiger Distanz zu wahren. Schließlich sei ein Abschied von den zu betreuenden Gemeinden von vorne herein mit zu bedenken. Dies alles erfordere eine hohe innerer Bereitschaft, Anpassungsfähigkeit und Kommunikationsstärke, so Funck. „Pastorale Arbeit ist vom Grunde her immer Beziehungsarbeit und die braucht Zeit“, erklärte der Propst die größte Herausforderung für Gottuk, bei der er alle nötigen Kompetenzen und Eigenschaften feststellte. Zuhause in Kochendorf wünschte er ihr ausdrücklich alles Gute, um im Kreise ihrer Familie und Freunden die Kraft für die Herausforderung zu finden. „Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der Herr“, diesen Spruch, gab Funck seiner „Schwester im Gehorsam“ mit auf den Weg.

Gottuk hielt die Predigt, die ganz unter der Jahreslosung des Psalms 73.28 „Gott nahe zu sein, ist mein Glück“, stand. In ihrer Predigt zeigte sie ihre Nähe zum Menschen, ihre persönliche Motivation und ihre Selbstwahrnehmung als evangelische Theologin. Ihre eindringlichen Worte gingen zu Herzen, ihre Botschaft blieb dennoch klar und geerdet. Diese Mischung, mit der sie auch in ihrer persönlichen Ausrichtung mit einem Schwerpunkt auf Ökumene, authentisch blieb und eine Verbindung zu den Gottesdienstbesuchern aufbaute, macht die Pastorin aus und gleichermaßen vertrauenswürdig und sympathisch. Eine erfüllte Beziehung zu Gott aufzubauen dauert manchmal Jahre, weiß die erfahrene Seelsorgerin, gerade deshalb sei es ihr ein Anliegen, die Freundschaft mit Gott zu pflegen. Und für den Alltag hatte sie einen ganz pragmatischen Tipp. Wenn es einmal sehr schwer ist im Leben und Kummer drückt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen, sondern sich bewusst aufrichten und das Gesicht zum Himmel wenden. „Spüren Sie, was allein die Haltung mit Ihnen macht“, ermunterte sie die Gemeinde.

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