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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 06:09 Uhr

Neue Verhandlungen? Sibbel dementiert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bundestagsabgeordneter Sönke Rix sieht noch Verhandlungsspielraum für den Bahnhof

von
erstellt am 29.Feb.2016 | 06:35 Uhr

Gibt es doch noch eine Kehrtwende in Sachen Kino-Standort? Nach Auskunft des Eckernförder SPD-Bundestagsabgeordneten Sönke Rix in der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins am Freitagabend beabsichtige die Stadt, kurzfristig wieder Verhandlungen mit der Deutschen Bahn aufzunehmen. Über Art und Inhalt der Verhandlungen machte er keine Angaben. Rix erklärte jedoch, dass nach seinen Gesprächen mit der Bahn das Ende der Verhandlungen noch nicht erreicht sei. Der von der Bahn aufgerufene Verkaufspreis liege seiner Kenntnis nach nicht mehr bei 900  000 Euro, sondern unter 850  000 Euro. Der Verkaufspreis resultiere aus der geplanten Nutzung des Geländes als Kino- und Einkaufscenter. SPD-Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli bestätigte diese Einschätzung.

Die langwierigen Verhandlungen zwischen der Stadt und der Bahn über den Kauf des Bahnhofsgebäudes und des -geländes waren vor rund sieben Monaten von der Stadt als gescheitert erklärt und nach einstimmigen Beschluss der Ratsversammlung am 9. Juli 2015 wegen des hohen Verkaufspreises von 900  000 Euro für beendet erklärt worden.

Gestern erklärte Bürgermeister Jörg Sibbel auf Anfrage unserer Zeitung, das die anberaumten Gesprächen mit der Bahn ausdrücklich keine Verkaufsverhandlungen seien. Die für den Verkauf zuständige Abteilung mit Sitz in Hamburg sei gar nicht beteiligt. Es gehe um andere Themen, die mit der Abteilung „Station und Service“ in Kiel besprochen werden sollen. Hinsichtlich des von Rix genannten Kaufpreises für den Bahnhof von unter 850  000 Euro erklärte Sibbel, dass seiner Einschätzung und Erfahrung nach selbst bei einer leicht gesunkenen Kaufpreisforderung kein Investor und Kinobetreiber bereit wäre einzusteigen. Weil die Bahn gefordert habe, in einem neuen Kino und Einzelhandelsgebäude dauerhaft und unentgeltlich eine Shop-Fläche von 215 Quadratmetern nutzen zu können, lägen die Kaufpreisvorstellungen von Investoren und Kinobetreibern bei 300  000 bis 500  000 Euro, um dort bei einer solchen Auflage im Gegenwert von über einer halben Million Euro (bei einem Quadratmeterpreis von 2500 bis 3000 Euro) wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können.

Nachdem die drei von der Bahn in Auftrag gegebenen Wertgutachten alle zum gleichen Ergebnis gekommen seien und es keine neuen Erkenntnisse einer veränderten Bewertungsgrundlage durch die Bahn gebe, sieht der Bürgermeister derzeit keine Veranlassung, erneut in Verkaufsverhandlungen mit der Bahn einzusteigen. Selbst wenn er dies wollte, hätte er aufgrund des einstimmigen Ratsbeschlusses gar kein Mandat dafür, so Sibbel.

Fraktionsvorsitzender Martin Klimach-Dreger untermauerte in der Jahreshauptversammlung die Ablehnung des Skaterparks im Schulweg als Kino-Standort: „Nach wie vor sind wir gegen die Bebauung des Skaterparks und sehen immer noch die städtebauliche Überplanung des Komplexes Grüner Weg bis hin zum Bahnhofvorplatz als dringend erforderlich an.“

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