Neues Konzept zum zehnjährigen Bestehen : Neue Unterwasserwelt fürs OIC

Auch die Möwe und die Ente müssen umziehen. Pinsel schwingen ist angesagt im Ostsee Info-Center, so wie bei Neele Ott, Ulla Grebe-Schmitz, Hannah Sliwka und Petra Toetz (v. l.).
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Auch die Möwe und die Ente müssen umziehen. Pinsel schwingen ist angesagt im Ostsee Info-Center, so wie bei Neele Ott, Ulla Grebe-Schmitz, Hannah Sliwka und Petra Toetz (v. l.).

Das Ostsee Info-Center baut bis Ende Februar um. Die Steilküstenwand ist verschwunden. Das Café ist weiterhin geöffnet.

shz.de von
23. Januar 2018, 05:04 Uhr

Eckernförde | Große Veränderungen stehen im Ostsee Info-Center (OIC) an. Die Fische schwimmen zwar noch im Wasser, und im großen Fühlbecken tummeln sich unbehelligt Seestern und Co, aber ansonsten tut sich jede Menge im OIC. Es ist Winter und damit traditionell Schließzeit – nur das Café lädt an allen Tagen (außer montags) von 11 bis 17 Uhr zum Verweilen ein.

Was der Besucher beim Betreten sieht, erinnert zunächst an Chaos, hinter dem aber Methode steckt. Rund ein Jahr haben die Leiterin Hannah Sliwka und ihr Team an einem neuen Ausstellungskonzept getüftelt.

Bis Ende Februar dauern die Umbauarbeiten, viel möchte das Team noch nicht verraten. Nur so viel: Die Steilküste im Eingangsbereich wurde bereits komplett abgebaut. Dort soll eine neue Unterwasserwelt entstehen. „Der Besucher geht direkt ins Wasser und lernt das Leben unter Wasser kennen“, erklärt Sliwka. Möwen und Enten bekommen einen neuen Platz.

Nach zehn Jahren sei es an der Zeit für eine neue Konzeption gewesen, besonders im Hinblick auf die zunehmende Projektarbeit des OIC, die sich auf das Leben unter und auf dem Wasser konzentriert: die Koordination und Kontrolle der Freiwilligen Vereinbarung zwischen Land und Fischerei zum Schutz der Meeresenten und Schweinswale ebenso wie das PAL-Projekt (Warnsignalgeber an Netzen, die Schweinswale von den Fangmaschen fernhalten sollen) und das Umweltbildungsprojekt Undine II. „Die Steilküste kann man sich draußen selbst anschauen, das Leben unter Wasser nicht“, sagt die Leiterin.

Aber nicht nur die Ausstellungsgestaltung geht neue Wege, indem sie sich neuen Themen widmet, so zum Beispiel den fremden Arten an der Invasorenwand – auch das Aquarium gegenüber dem Tresen soll erneuert werden. Die Seestichlinge bekommen ein neues Becken mit den Maßen 3 x1 Meter, in dem sich in unregelmäßigen Abständen die Wellen brechen sollen – wie draußen am Strand. „So ist jedenfalls der Plan“, sagt Marco Knaup, technischer OIC-Mitarbeiter. Anfang Februar wird das spezielle Aquarienglas geliefert. Franz Vennewald von der Firma Vewatech ist im OIC kein Unbekannter, er hat bislang alle Aquarien eingebaut. 35 000 Euro soll das neue Becken, das rund 1500 Liter fasst, kosten. Bezahlt wird es von der Stadt Eckernförde und dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).

Während der Renovierung läuft die tägliche Arbeit wie die Pflege der Aquarien, das Füttern der Fische und die Projektarbeit weiter. Zahlreiche Helfer unterstützen das Team beim Streichen, Wegräumen, Anbringen – auf die Uhr schaut da niemand.

Im Mai plant das Ostsee Info-Center anlässlich des zehnjährigen Bestehens eine Jubiläumsfeier – dann in einem völlig neuen Gewand.

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