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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 23:58 Uhr

Neue Pastorin offiziell im Amt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Amtseinführung von Pastorin Susanna Kschamer in Kosel / Kirchenkreis bewilligt Förderantrag für Pastoratssanierung

von
erstellt am 26.Aug.2013 | 00:33 Uhr

Gleich doppelten Grund zur Freude gab es gestern für die Koseler Gemeindeglieder. Mit der Einführung von Pastorin Susanna Kschamer in der voll besetzten St-Laurentius-Kirche endet in der Kirchengemeinde eine lange Vakanzzeit. Überrascht waren die Besucher aber über die Nachricht, die Propst Sönke Funck im Gottesdienst überbrachte: „Der Kirchenkreis hat die im Juni von Ihnen beantragten Fördermittel für die Sanierung des Pastorats genehmigt.“ Damit hatte gestern keiner gerechnet, sorgte aber bei allen für einen deutlichen Anstieg der Stimmung beim anschließenden Empfang. „Zusammen mit dem Geld des Fördervereins können wir den Wohnbereich der Pastorin jetzt sanieren“, sagte Heinz Meggers vom Kirchenvorstand. Die Zeit, in der Pastorin Kschamer und ihre Tochter in der angemieteten Wohnung bleiben müssen, werde damit deutlich kürzer. „Am Dienstag tagt der Kirchengemeinderat, dann wird entschieden, wann und wie es mit der Sanierung weitergeht“, so Meggers.

Es sei die richtige Entscheidung der Kirchengemeinde gewesen, so Funck, die beiden drängendsten Fragen, nach dem neuen Pastor und nach der Sanierung des Koseler Pastorats, voneinander zu trennen. Auch wenn sich die Gemeinde schwer damit getan habe, für die Ausschreibung und Besetzung der Pfarrstelle zunächst eine Dienstwohnung anzumieten und nicht zeitgleich das Pastorat als neues Zuhause in Stand zu setzen.

Die Eingangsliturgie im Gottesdienst oblag Pastor i.R. Karl-Heinz Gomolzig, die Einführung Propst Funck mit Anno Meeves und Militärdekan a.D. Heinz Zimmerman-Stock als Assistenten.

Propst Sönke Funck vergaß es auch nicht, dem Kirchengemeinderat und insbesondere der Vorsitzenden, Christiane Zimmermann-Stock, zu danken. Die vergangenen drei Jahre nach Pastor Jens Lehmanns Tod seien Zeiten von Abschieden, Übergängen, Unterbrechungen und Enttäuschungen gewesen. Und gerade da hätte das Gremium eine „große Konstante“ gebildet und die Geschicke der Gemeinde geleitet.

Ein wichtiger Schritt nach vorne sei die Amtseinführung, sagte Funck. Gemeinsam mit der Gemeinde starte auch Pastorin Kschamer in eine neue Zeit. Er bat die neue Pastorin und auch die Gemeinde, achtsam mit sich selbst und miteinander umzugehen und keine übergroßen Erwartungen an Susanna Kschamer zu haben.

Für die politischen Gemeinden sprach Gübys Gemeindechef Manfred Pohl. Auch er wies auf die Grenzen den Belastbarkeit eines jedes Menschen hin. ‚Auch Seelsorger haben eine Seele“, betonte Pohl. Susanna Kschamer sei in erster Linie Pastorin und sollte sich nicht an organisatorischen Fragen aufreiben. Für die Zukunft wünscht sich Pohl eine größere Transparenz vom Kirchengemeinderat. Bürgermeister hätten eine Sprechstunde, Gemeindevertretungen tagten öffentlich – „warum ist das in der Kirche nicht so?“, fragte er. Die gut besetzte Versammlung des Fördervereins und die lebhafte Diskussion habe ihm gezeigt, dass das Interesse an diesen Themen groß sei. Das sollte der Kirchengemeinderat bei seiner künftigen Arbeit berücksichtigen.

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