Schulinvestition : Neue Küche – das Herz der Offenen Ganztagsschule

Nur zufriedene Gesichter über die neue Schulküche mit neuen Geräten für die Mittagessenausgabe in der Offenen Ganztagsgrundschule Karby bei: Britta Neumann (v.l.), Inka Gorecki, Marta Kraft, Wilhelm Fülling und Maike Deimann.
Nur zufriedene Gesichter über die neue Schulküche mit neuen Geräten für die Mittagessenausgabe in der Offenen Ganztagsgrundschule Karby bei: Britta Neumann (v.l.), Inka Gorecki, Marta Kraft, Wilhelm Fülling und Maike Deimann.

Der Nahbereichsschulverband Kappeln investiert rund 7000 Euro in eine neue Küche für die Offene Ganztagsschule Karby. Dort wird das Mittagessen für bis zu 23 Kinder am Tag ausgegeben. Die Küche ersetzt eine 40 Jahre alte Einrichtung.

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14. Juni 2014, 06:00 Uhr

Karby | Das rund 40 Jahre alte Küchenprovisorium in der Grundschule Karby gehört der Vergangenheit an. Der Nahbereichsschulverband Kappeln hat rund 7000 Euro in eine neue Küche mit elektrischen Geräten unter anderem zur Mittagessenausgabe in der Offenen Ganztagsschule Karby investiert. Nach einem mehrmonatigen Probelauf machte der Schulverband die Investition möglich, sagte die Vorsitzende Marta Kraft gestern bei der offiziellen Übergabe der Küche an die Schule.

„Die Resonanz ist durchweg positiv, sowohl von den Kindern, als auch den Mitarbeitern“, sagte Schulleiterin Inka Gorecki. Die Küche sei einfach klasse und praktisch, stellte Maike Deimann fest. Sie ist beim Schulverband angestellt und koordiniert die Angebote der Offenen Ganztagsschule Karby und kümmert sich um die Essenausgabe. Das Mittagessen wird montags bis donnerstags vom Seniorenzentrum 3Wellen in Containern geliefert. War der Betrieb in der rund 40 Jahre alten Küche bislang mit teils von Eltern geliehenen Küchengeräten oder mit unzureichenden Warmwasserboilern gelaufen, so würden nun viele Arbeitsgänge vereinfacht, berichtete Deimann.

„Mein Lob an die Schule, dass sie lieber mit etwas Provisorischem begonnen hat, um Erfahrungen und den Bedarf zu ermitteln, bevor nach Investitionen gerufen wurde“, sagte Verbandsvorsteherin Kraft. Der Schritt zur Offenen Ganztagsschule sei genau richtig gewesen, betonte sie weiter. Es sei ein Erfordernis der Zeit, dass für Familien erweiterte Betreuungsangebote gemacht werden, „der Bedarf ist einfach da“. Das konnte Britta Neumann, zuständige Pädagogin des Kollegiums für die Ganztagsangebote, nur bestätigen. An der Hausaufgabenbetreuung der ersten und zweiten Klasse nehmen montags bis donnerstags zehn Kinder teil. Das Angebot zum Mittagessen für 2,50 Euro von 13.15 bis 14.15 Uhr nutzen zehn bis 23 Kinder. Rund 20 Kinder der 104 Kinder der Schule besuchen dann noch die neun verschiedenen Nachmittagsangebote, die bis 15.15 Uhr gehen. „Unsere Schüler erleben Schule auch als Ort für Freizeit, wo sie Spaß haben und gerne sind“, sagte Gorecki. Und die Kinder werden nicht nur betreut, sie erleben etwas, nehmen viel mit und werden indirekt im Bereich Bewegung und Ernährung gefördert, ergänzte Neumann.

Für Wilhelm Fülling, Bürgermeister aus Winnemark und Mitglied im Schulverband, war die Entwicklung der Grundschule auch im Hinblick auf die Konkurrenz der Schulen eine tolle Sache, die absolut sinnvoll war. Nicht jedes Kind brauche die Nachmittagsangebote, aber wer Interesse habe, finde auf jeden Fall etwas.

Gerade das Thema Kochen und Ernährung sei bei den Kindern sehr gefragt. So sei es nötig gewesen den Kochkurs, in dem Kleinigkeiten von den Kindern selbst zubereitet werden, zu teilen, weil die Nachfrage so groß war, so die Schulleiterin. Hier sei die neue Küche ein Traum. Begünstigt werde das Interesse durch die Schulgarten-Nachmittagsgruppe von Maike Deimann, die zwölf Gemüsesorten vom Samenkorn bis zur Zubereitung kennen lernen.

Bereits jetzt ist der Freizeitplan für das Schuljahr 2014/15 erarbeitet. Aufgrund der Praxiserfahrung wird zum neuen Schuljahr eine Zehner-Karte angeboten. Mit ihr können Eltern bei Bedarf ihre Kinder flexibel an einzelnen Nachmittagen betreuen lassen. Neu im Stundenplan wird dann auch freitags eine Stunde Plattdeutsch sein.

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