zur Navigation springen

Sitzung der Gemeindevertretung : Neue Kita reicht nicht aus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Aktuelle Kinder-Prognose stellt Gettorf vor Probleme. Weiterer Kita-Neubau oder alternative Lösung?

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2017 | 06:18 Uhr

Aktuell hat Gettorf knapp 7500 Einwohner – Tendenz steigend. Das Bevölkerungswachstum stellt die Gemeindevertretung derzeit vor Herausforderungen und sorgte auch in der Sitzung am Mittwochabend für Diskussionsstoff. Ausgangspunkt war ein Beschlussvorschlag aus dem Kita-Ausschuss (wir berichteten), dass der Bauausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss schnellstmöglich nach einem geeigneten Grundstück für eine weitere Kita suchen mögen.

Zur Erinnerung: An der Ecke Ofeld/Kieler Chaussee wird gerade erst eine neue Kita gebaut, die am 1. November bezugsfertig sein wird. Die Hoffnung der Gemeindevertretung, mit dem Neubau in ruhiges Fahrwasser zu kommen, scheint allerdings zu verpuffen. Der Grund: eine neue Auswertung des Bedarfs an Kita-Plätzen ab dem 1. August 2018. Diese hatte gezeigt, dass es wegen des Zuzugs von Kleinkindern in Gettorfs Neubaugebieten im Ü3-Bereich zur Mitte des Kita-Jahres 2018/19 nicht mehr genug Plätze geben wird – bis zu 30 Plätze könnten dann fehlen, sagte Bodil Busch. „Es wird mehr Kinder geben, als prognostiziert. Daher plädiere ich dafür, sofort nach nach einem geeigneten Grundstück für eine weitere Kita zu suchen“, meinte die Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie forderte einen „großen Wurf“ und sprach sich gegen weitere Provisorien aus.

Sich schon jetzt mit einem Beschluss zur Grundstückssuche zu verpflichten, ging SPD und CDU jedoch zu schnell. Sie wollen sich zunächst in den Fraktionen beraten. Kurt Arndt (SPD) verwies darauf, dass ab 2020 wieder eine Entspannung vorhergesagt sei. „Wir sollten Alternativen prüfen, denn die Ressourcen der Gemeinde sind endlich“, so Arndt. Aber: „Mit diesen Zahlen war nicht zu rechnen. Das Wachstum stellt uns vor eine große Aufgabe.“

Nach Alternativen will auch die CDU suchen. „Erweiterungen der bestehenden Einrichtungen dürfen nicht ausgeschlossen werden“, meinte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marco Koch. Bürgermeister Jürgen Baasch wies darauf hin, dass es in Gettorf zwar noch Grundstücke gebe, diese seien aber nicht in Gemeinde-Besitz – es müsste also investiert werden.

Die Gemeindevertreter einigten sich letztlich auf eine Entschärfung der Formulierung der Beschlussvorlage: Statt Anstrengungen für eine Kita sollen Anstrengungen für die bedarfsgerechte Schaffung weiterer Betreuungsplätze unternommen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen