Bauausschuss Gettorf : Neue Kita an der Eichkoppel

<p>Auf einem Teil dieser Parkfläche vor dem Autohaus könnte eine Kindertagesstätte entstehen.</p>
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Auf einem Teil dieser Parkfläche vor dem Autohaus könnte eine Kindertagesstätte entstehen.

Bauausschuss stimmt dem Aufstellungsbeschluss zur B-Planänderung zu. GSC-Heim soll Interimslösung werden.

shz.de von
13. Januar 2016, 00:29 Uhr

Gettorf | Die Gemeinde benötigt dringend Betreuungsplätze für Kinder. Nun ist der nächste Schritt getan: Auf der Bauausschusssitzung am Montag sprachen sich die Mitglieder einstimmig dafür aus die Pläne, eine Kindertagesstätte auf dem Teilstück des Parkplatzes vor dem Autohaus an der Eichkoppel 1, in die Tat umzusetzen.

Die Gemeinde hat vor, die die 5000 bis 6000 Quadratmeter große Fläche zwischen Eichkoppel und Friedrichsorter Straße für soziale Zwecke zu erwerben, hieß es bisher. Am Montag bestätigten sowohl Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) als auch Grundstückseigentümer Philipp Kuntz, der in diesen Tagen das Autohaus bezieht, dass man sich finanziell einig geworden sei. Um den Bau einer weiteren Kindertagesstätte hier zu realisieren, muss der Bebauungsplan Nr. 46 „Gewerbepark Eichkoppel“ umgeändert werden. Die Ausschussmitlieder stimmten dem Aufstellungsbeschluss für die Änderung geschlossen zu. Dass das Gewerbegebiet ursprünglich subventioniert worden war, spielt aufgrund der Verjährung keine Rolle mehr. Kritisch zu Wort meldete sich der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins, Thomas Grötsch. Er gab zu bedenken, dass es auch an Gewerbeflächen in der Gemeinde fehle. Die Anmerkungen seien berechtigt, erklärte Kurt Arndt (SPD), man wolle und dürfe das Gewerbe in Gettorf nicht vernachlässigen. „Aber wir haben uns überall umgesehen. Die Gemeinde ist ziemlich alternativlos, und wir stehen auch den Eltern gegenüber in der Pflicht“, erklärte er. „Wir halten den Standort fraktionsübergreifend für die beste Lösung“, stimmte der Ausschussvorsitzende Marco Koch (CDU) zu.

Doch auch in der Zeit bevor die neue Kita an der Eichkoppel steht, muss eine Lösung her. Von rund 50 Kinder unter drei Jahren, die noch in diesem Jahr einen Betreuungsplatz benötigen, sprach Bodil-Maria Busch (Grüne), Vorsitzende des Ausschusses für Kindertagesbetreuung der Gemeinde. „Wir können die Kinder nicht an die Umlandgemeinden abschieben und dann Ausgleichszahlungen leisten. Die Eltern stehen auf der Matte“, so Busch weiter.

Am 1. Februar wird das GSC-Heim auf dem Sportplatzgelände am Ringweg frei. Ein Umbau der Anlage als Interimslösung wurde diskutiert. Bauamtsleiter Sönke Jacobsen stellte mit rund 120  000 Euro für zwei Gruppenräume eine „vorsichtige und sehr grobe Kostenschätzung“ in den Raum. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, erklärte Arndt. Er sei 2004 Vorsitzender des Vereins gewesen. Zu dieser Zeit seien die Räume entkernt und komplett saniert worden: „120  000 Euro – das wäre für mich sehr überraschend.“ Bodil-Maria Busch plädierte dafür, dass sich der Ausschuss für das Provisorium entscheiden möge. Der Verein für pädagogische Initiativen (Pädiko), der nach einem Interessenbekundungsverfahren als Träger für die neue Kita ausgewählt worden war, könnte bereits das Provisorium übernehmen, so dass für die Kinder im Anschluss weder die Erzieher noch das Konzept wechseln müssten. Die Parkplätze am Sportplatz bleiben auch während der Erschließung den Neubaugebiets zunächst noch erhalten. Als Spielgelände könnten die Kinder aus dem Provisorium das des geplanten Erweiterungsbaus der Kita am Sportplatz mitnutzen. Die Mitglieder gaben ihr Votum einstimmung für den Grundsatzbeschluss. Im Frühjahr sollen die Arbeiten am Provisorium beginnen. Über die Finanzierung soll im Finanzausschuss erneut beraten werden.

Über die Vergabe der Gastronomieflächen im neuen Sportzentrum und eine damit im Zusammenhang stehende Umgestaltung des Küchenbereichs wurde im nicht öffentlichen Teil beraten. Es gibt mehrere Pachtinteressenten, unter anderem auch den Gettorfer Turnverein (GTV). „Wir sind noch zu keinem Beschluss gekommen“, erklärte Marco Koch anschließend. Die Lenkungsgruppe wird weiter beraten.
















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