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Borbyer Kirche : Neue Kirchenfenster – Ein ungewöhnlicher Auftrag

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die 34 Fenster der Borbyer Kirche werden gestrichen und zum Teil ausgetauscht. Für die Maler ist dies ein ungewöhnlicher Job. Sie müssen hoch konzentriert sein.

Die Borbyer Kirche zeigt sich derzeit in einem Baugerüst- Kleid. Der Grund: Die 34 Fenster des Gebäudes müssen renoviert werden. „Keine alltägliche Aufgabe“, wie Diplom-Ingenieur und Architekt Jens Lassen betont. Hier ist hohe Konzentration und Feinarbeit gefordert.

Vor zwei Wochen haben die Arbeiten an der Kirche auf dem Petersberg bereits begonnen. Zunächst musste das Gerüst um den Turm herum aufgebaut werden, damit die beiden Arbeiter des Malereibetriebs Mass aus Groß Wittensee die gusseisernen Fenster überhaupt erreichen konnten. Alleine am Kirchturm hatten sie es dann mit 16 Fenstern zu tun. Zunächst wurden sie gründlich gesäubert, anschließend ging es ans Entrosten. „Im dritten und vierten Schritt kam dann die Beschichtung drauf“, erklärte Vorarbeiter Jens Rathke gestern.


Komplizierte Arbeit an den Sprossenfenstern


Die Arbeiten seien besonders schwierig bei solchen sogenannten Sprossenfenstern. Viele kleine Glasscheiben werden hier zu einer Fensterscheibe zusammengesetzt. Die einzelnen Glasscheiben werden durch Sprossen verbunden und unterteilt. Zum Streichen dieser Fenster müsse alles gründlich abgeklebt werden, das sei sehr aufwendig. Einige Scheiben mussten sogar komplett ausgetauscht werden. Rund 30 Stück wurden ersetzt. Bei den restlichen versuchten die Arbeiter, die problematischen Stellen mit altem Glas auszubessern. So soll der gewohnte Anblick erhalten bleiben, sagte Rathke.

Bei den Fenstern am Turm sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. Das Gerüst wird in den nächsten Tagen abgebaut. Dann sind die restlichen 18 Fenster und die drei Türen dran. Ende des Monats sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sagte Architekt Lassen. Der Kirchenbetrieb werde durch die Renovierung aber nicht gestört. „Jeden Montag setze ich mich mit dem Kirchenbüro zusammen und bespreche die Termine. So kann alles seinen gewohnten Gang gehen“, so Rathke.

Häufig kommen solche Renovierungsarbeiten aber ja auch nicht vor. „Das wird so zirka alle fünfzig Jahre gemacht“, so Lassen. Für den Malereibetrieb ist die Renovierung deshalb eine ganz besondere Aufgabe. Rathke: „So ein Auftrag kommt nicht jeden Tag rein.“ Da es so selten gemacht wird, spiele Vertrauen hier eine große Rolle, so Lassen. „Das ist halt richtige Fummelarbeit. Hier kommt es auf jeden einzelnen Arbeiter an.“

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erstellt am 15.Okt.2013 | 05:32 Uhr

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