zur Navigation springen

zu saisonbeginn 2016 : Neue Infotafeln für einen modernen Tourismus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde begrüßt die Gründung eines Helferkreises zur Unterstützung von Flüchtlingen. Das Amt hat drei Wohnungen in Waabs angemietet, die aber noch nicht belegt sind.

Waabs | Das Holz ist marode und schimmelt vor sich hin. Die Karten sind verblichen, die Schrift nur äußert schwer zu entziffern. Bruno Kruse brachte es auf den Punkt, als er die Infoständer der Gemeinde Waabs auf der jüngsten gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Touristik sowie Jugend und Soziales beschrieb: „Die alten Ständer sind total überholt. Wir sind eine Tourismusgemeinde und hinken da wirklich hinterher“, sagte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses. In allen drei Fraktionen sei man sich einig, dass hier dringend Handlungsbedarf bestehe, so Bruno Kruse. Um rechtzeitig zu Saisonbeginn 2016 neue Infoständer vorhalten zu können, habe er vorab mithilfe der Ostseefjord Schlei GmbH erste Entwürfe vorbereitet, die er den Gremien vorstellen wolle, so Kruse.

An zehn markanten Stellen in der Gemeinde sind Infotafeln aufgestellt. Sie alle müssten durch neue, moderne Informationssysteme ausgetauscht werden, so Kruse. Der Touristikausschuss stimmte der teueren Variante, zweibeinige Ständerwerke für 11  700 Euro (zehn Stück), zu. Sowohl die Fraktion der WGW als die der SPD sprach sich für den Vorschlag der CDU aus. Die neue Karte wird sämtliche Rad- und Wanderwege sowie die Gemeinde Damp zeigen. Die Gemeindevertretung hat auf ihrer Sitzung am 1. Dezember die letzte Entscheidung in Bezug auf dieses Vorhaben.

Einer Absage erteilte der Touristikauschuss einer Beschilderungsaktion der Ostseejford Schlei GmbH beziehungsweise dem Angebot, im Zuge der Aufstellung von neun Regionsschildern neue Gemeindeeingangsschilder zu bestellen. Mit Hinweis auf die eigenen bereits bestehenden Willkommensschilder und die anfallenden Kosten von rund 1300 Euro lehnte der Ausschuss eine Beteiligung Waabs ab. „Es erscheint mir so, dass es grundsätzlich nicht gewollt ist“, resümierte die Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus, Elvira Brief die Meinungsäußerungen.

Auch im nächsten Jahr soll die Aktion Ferienspaß gefördert werden. 2014 bot die Gemeinde erstmals eine veränderte Form der Aktion Ferienspaß an. Aufgrund der rückläufigen Beteiligung an gemeinsamen Aktionen hat Waabs eine neue Möglichkeit geschaffen: Jedes Kind im Alter von drei bis 17 Jahren erhält von der Gemeinde einen jährlichen Zuschuss für Besuche von Freizeitparks, Schwimmbädern oder ähnlichem. Dieser kann bis zu 25 Euro betragen.

Zurzeit ist in der Gemeinde Waabs kein einziger Flüchtling untergebracht. Da sich das angesichts des Zustroms und der neuen Zuweisungsquote für das Amt (wir berichteten) ändern könnte, hatte der Vorsitzende des Ausschusses für Jugend und Soziales, Lothar Schaldach, den Ordnungsamtsleiter des Amtes Schlei-Ostsee, René Kinza, eingeladen. Statt bisher 197 Flüchtlinge muss das Amt bis Ende des Jahres Wohnraum 357 Personen vorrätig halten. Das Ziel bleibe eine dezentrale Unterbringung, um eine Integration der Neubürger zu erleichtern. Auch in Kleinwaabs hat das Amt drei Wohnungen angemietet, die insgesamt Platz für 19 Personen bieten. Noch sind diese nicht bezogen.

Angesichts der zu erwartenden Flüchtlinge stellte Lothar Schaldach die Gründung eines Helferkreises in den Raum – in Anlehnung an die bereits existierenden Helferkreise. „Ich möchte gern einen Anschub zur Gründung geben und vorbereitet sein“, erklärte der Ausschussvorsitzende sein Ansinnen. Vor dem Hintergrund, dass einige Waabser sich bereits im Helferkreis Vogelsang-Grünholz engagierten, lehnte Bürgermeister Udo Steinacker dieses ab. „Das muss sich von allein finden und die Bürger sich allein organisieren. Entweder sie tun es oder nicht“, sagte Steinacker. Auch René Kinza riet zur Zurückhaltung: „Ich glaube, es ist ein Fehler, es in die gemeindliche Verantwortung zu geben. Es muss eine ehrenamtlich Vernetzung bleiben“, so Kinza.

Zunächst zögernd und nicht wirklich überzeugt schloss Schaldach sich dem Votum des Gremiums an und betonte, dass er in Namen der Gemeinde die Gründung eines Helferkreises sehr begrüße.

Ordnungsamtsleiter Kinza nutzte die Gelegenheit, um mit Gerüchten aufzuräumen: „Es gibt keine Kopfpauschale für einen Flüchtling. Hören Sie einfach nicht hin, es stimmt nicht!“.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 06:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen