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FErienaktion im Geotanium : Neue Erkenntnisse über kleine und große Dinos

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mitmachmuseum führt in die Welt der Dinosaurier

Gettorf | Waren alle Dinos groß? Nein, viele waren nur so groß wie ein Mensch oder kleiner. Der kleinste, der Compsognathus, sogar nur so groß wie ein Huhn. Waren alle Dinos Fleischfresser? Nein, die wenigsten. „Das sind so Dinge, die herumgeistern und mit denen ich aufräumen möchte“, erklärt Diplom-Geologe Johannes Jannsen, der das naturhistorische Museum Geotanium in Gettorf betreibt.

Gerade haben sie ihr einjähriges Bestehen gefeiert. „4000 Besucher und 130 Kindergeburtstage im ersten Jahr, das ist doch schon schön“, meint er zufrieden. „Nur in Eckernförde und Kiel kennt man uns noch zu wenig.“ Um hier nachzuhelfen bietet das Geotanium in den Herbstferien erstmals Kurse für Kinder ab sechs, sieben Jahren mit den Themenschwerpunkten Fossilienwerkstatt, Bernsteinschleifen, Welt der Dinosaurier oder Edelsteinkunde an. Die Kurse beginnen jeweils um 11 Uhr.

Gestern, am Donnerstag, tauchten die Kinder ein in die Welt der Dinosaurier, gewaltige Eidechsen, die vor rund 235 Millionen Jahren bis vor etwa 65 Millionen Jahren die festländischen Ökosysteme dominierten. „Dinosaurier ist ein schönes Thema“, findet Johannes Jannsen. „Denn wir haben ja auch die große Dino-Grabungsstätte hier.“

In den Kursen liegt Johannes Jannsen daran, dass die Kinder viel in die Hand nehmen können. Nach ein bisschen Dino-Theorie zu Erdgeschichte, wann und wo haben sie gelebt haben und warum sind sie ausgestorben, gibt es Dino-Zähne zum Anfassen. Einige haben keine Kaufläche, sondern Schneiden und Spitzen zum Zupacken, woran man erkennen kann, dass diese Dinos Fleisch fraßen. Im Vergleich dazu zeigt er den Zahn eines Urzeit-Hais, größer als die Zähne des bekanntesten Sauriers, des Tyrannosaurus rex. Die größten Zähne hatten jedoch Mammuts.

Zudem gibt es verschiedene Dinos zur Ansicht: Ceratopsias mit Hörnern und Nackenschildern, Stegosaurier mit Panzerplatten oder zweibeinige Baryonyx mit krokodilähnlichem Schädel und großen Klauen. Merkmale, die gefährlich erscheinen und die Kinder faszi-nieren. „Dabei war die Kreidezeit weitaus friedlicher als viele denken“, erzählt Johannes Jannsen. „Wenn nicht der Tyrannosaurus rex um die Ecke kam, dann war natürlich Aufruhr.“ Pinsel und Farben werden verteilt, um Dino-Fossilien, also Nachbildungen von Krallen und Zähnen, wie im Original zu colorieren. Schließlich geht es zur Saurier-Grabungsstätte. Mit Pinseln legen die Kinder die Skelettrekonstruktion eines Baryonyx frei, eines zweibeinigen Dinosauriers, der in der Unterkreide lebte. Sie erfahren, wie groß die Tiere gewesen sind und wie lange es dauert, ein solches Skelett auszugraben. „Normalerweise müsste man die Knochen aus dem Stein meißeln“, erklärt der Geologe. „Das dauert Jahre.“

Und woher kommt die Faszination für Dinosaurier? „Viele sind groß, gefährlich und spektakulär“, sagt Johannes Jannsen. „Und sie sind fremdartig.“ Filme wie Jurassic Park täten ein Übriges dazu. Obwohl, merkt Johannes Jannsen an, die Raptoren, die auf zwei Beinen laufenden Fleischfresser, wahrscheinlich Federn hatten. Davon gehe die Wissenschaft heute aus. Sie wurden in dem Film zu echsig dargestellt. „Es gibt auch heute noch ständig neue Erkenntnisse über Dinos“, betont Johannes Jannsen.

Auch das möchte er den Kindern vermitteln. Denn viele haben die Welt der Dinos als ihr Hobby entdeckt. „Dinos sind schöne Tiere“, findet die zehnjährige Emilie aus Gettorf. „Auch mit ihren Mustern und so. Sie sehen irgendwie cool aus.“

Die nächsten Termine im Geotanium:
Freitag, 23. Oktober: Edelsteinkunde (ab 7 Jahre); Dienstag, 27. Oktober: Fossilienwerkstatt (ab 7 Jahre); Mittwoch, 28. Oktober: Bernsteinschleifen (ab 6 Jahre); Donnerstag, 29. Oktober: Edelstein-kunde (ab 7 Jahre); Freitag, 30. Oktober: Die Welt der Dinosaurier (ab 6 Jahre).


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