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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 19:07 Uhr

Neue Drehleiter: Ausfall vorbeugen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wehrführer unterstreicht Notwendigkeit der Neuanschaffung

von
erstellt am 04.Dez.2015 | 00:33 Uhr

Endlose Zahlenkolonnen prägen den Haushalt 2016. Die Eckdaten sind bekannt. Es lohnt sich aber auch ein Blick auf einzelne Produktkonten, die am Dienstagabend im Finanzausschuss zur Sprache kamen. So kalkuliert die Stadt 2016 mit Einnahmen von 240  000 Euro aus der Verkehrsüberwachung. Der Verkauf von Gewerbegrundstücken spült 300  000 Euro in die Kasse, die Zweitwohnungssteuer 92  500 Euro. Auf der Ausgabenseite soll rund eine Million Euro in die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr fließen. Allein die neue Drehleiter kostet 750  000 Euro, der Digitalfunk 286  000 Euro. „Dringend erforderlich“ zwar, so Karin Himstedt (CDU), aber eben auch „eine ganze Menge Holz“. Sie bat Wehrführer Meint Behrmann um nähere Informationen. Die hatte er parat. Die 20 Jahre alte Drehleiter sei „eines der am meisten benutzten Fahrzeuge“, sozusagen unverzichtbar für die Einsätze in Eckernförde und Umgebung. Sie werde häufig auch von benachbarten Wehren angefordert wie jüngst allein drei Mal in Gettorf. Obwohl das Fahrzeug in gutem Zustand sei und auch 2016 wieder gewartet werde, müsse man angesichts der häufigen Nutzung und des Alters einem Ausfall vorbeugen, so Behrmann. Die alte Drehleiter solle im Bestand bleiben.

Himstedt sprach die nicht ausgelastete Tiefgarage Reeperbahn (Kostendeckungsgrad 70 %) an und brachte für die nicht vermieteten Dauerstellplätze eine Kurzzeitvermietung ins Spiel. Bürgermeister Jörg Sibbel erklärte, dass sich trotz der Vermarktung durch die ETMG keine Auslastungsverbesserung eingestellt habe. Infolge der Gebührenanhebung im Zuge der Haushaltskonsolidierung sei es zu Kündigungen gekommen. Die Einrichtung von Kurzzeitplätzen wäre eine Möglichkeit, die Lage zu verbessern.

Wilhelm Hesterberg brachte die stillgelegte WC-Anlage am ZOB ins Gespräch. Ob denn eine Sanierung für 79  000 Euro sinnvoll sei, schließlich solle doch der gesamte ZOB ertüchtigt werden. „Die Planung Bahnhof ist tot, es wird immer wieder beklagt, dass ein WC fehlt“, sagte der Bürgermeister. „Der Zustand ist für die Bürger und die Fahrgäste nicht mehr haltbar.“

Ralph Krüger (CDU) regte einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen für die Ratsversammlung an, 50  000 Euro als Planungskosten für eine Parkplatzerweiterung in der Innenstadt bereitzustellen. „Das Geld kann kein Argument sein, wir haben 209  000 Euro aus der Ablösung von 22 Parkplätzen à 9500 Euro eingenommen.“

Bei einer Gegenstimme (Grüne) und zwei Enthaltungen (Bürger-Forum) empfahl der Ausschuss die Annahme des Haushaltsentwurfs 2016. Bernd Ernstmeyer begründete seine Ablehnung mit der fehlenden „transparenten Priorisierung“ und Überprüfung aller Projekte.

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