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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 07:49 Uhr

Neue Badestelle für Fleckeby

vom

Holmer Strand bleibt gesperrt / Schlechte Werte geben weiter Rätsel auf

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Fleckeby | Im vergangenen Jahr hatte der Kreis Rendsburg-Eckernförde für die Badestelle am Holmer Strand in Götheby aufgrund ein hoher Keimbelastung ein ganzjähriges Badeverbot verhängt (wir berichteten). Grund ist die seit vier Badesaisonen schlechte Badewasserqualität. Wolfgang Tismer, Leiter des Kreisgesundheitsamtes teilte damals mit, dass ein dauerhaftes Badeverbot verhindert werden könne, wenn Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung oder Beseitigung der Ursachen der Verschmutzung ergriffen werden, die die Qualität des Badegewässers nachhaltig verbessern.

"Wir leiten unsere Abwässer mittlerweile nach Schleswig", berichtete Bürgermeister Heinrich Hauschildt (FWG) auf der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Oft sei auch die Rede von diffusen Einleitungen aus der Landwirtschaft in die Ostebek und Hüttener Au als Quelle der Verunreinigung, doch Landwirte gebe es im Dorf kaum noch. In der Osterbek würde man sogar Forellen fangen, eigentlich ein Zeichen für eine gute Wasserqualität. Um der Ursache für die schlechte Qualität auf die Spur zu kommen, soll eine Kooperation mit der Internatsstiftung Louisenlund eingegangen werden. Im Rahmen eines Projektes könnten die Schüler Messungen und Beprobungen vornehmen, so die Idee.

Die Badestelle bleibt aber weiterhin gesperrt. Stattdessen ist diese jetzt, so berichtete Hauschildt, um gut 100 Meter in Richtung Weseby verlegt worden. Eine entspreche Beschilderung weist auf die neue Lage hin.

Die Gemeinde will die Bürger nicht noch mehr finanziell belasten und fordert daher die Landesregierung auf, das Gesetz zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen wieder zurückzunehmen. Damit folgen die Fleckebyer mehrheitlich der Gemeindevertretung Goosefeld, die eine entsprechende Petition im März beschlossen. In der Begründung heißt es, dass die Straßenausbausatzung eine enorme Belastung für die Bürger wäre, soziale Ungerechtigkeiten werden befürchtet und das geringe Mitspracherecht der Bürger kritisiert. Die Wahlfreiheit, ob eine Gemeinde Beiträge erhebt, habe sich bewährt. Ursula Schwarzer (SPD) konnte sich dem nicht anschließen. Eine Wahlfreiheit würde dazu führen, dass Kommunen in Konkurrenz zueinander treten würden. Bürger würden die Wahl ihres Wohnortes künftig davon abhängig machen, ob eine Straßenausbaubeitragssatzung existiert, vermutete die SPD-Fraktionsvorsitzende einen Wettbewerb der Gemeinden.

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