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Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 23:22 Uhr

Jugend : Neue Adresse für die Jugendarbeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das ehemalige Hausmeisterhaus an der Isarnwohld-Schule soll für projektbezogene Jugendarbeit für etwa 20.000 Euro umgebaut werden.

Gettorf | In Sachen Offene Jugendarbeit bewegt sich etwas: Das ehemalige Hausmeisterhaus an der Isarnwohld-Schule soll für projektbezogene Jugendarbeit für etwa 20 000 Euro umgebaut werden. Wünsche der Jugendlichen nach einer Seilbahn und einem integrativen Klettergerüst sollen für einen noch zu wählenden Spielplatz möglichst noch in diesem Jahr umgesetzt werden. 2000 Euro würden zudem für die Arbeit des Jugendbeirats analog zum Seniorenbeirat nach Vorlage eines begründeten, förmlichen Antrags sowie 500 Euro für Jugendliche, die eine Jugendleitercard machen wollen, bereitgestellt werden. Dafür sprach sich der Sozialausschuss mehrheitlich aus.

Das derzeit ungenutzte Untergeschoss im ehemaligen Hausmeisterhaus soll für die Jugendlichen mit Büro, Teeküche, Jugendraum und Heizkörpern ausgestattet werden. Zur Finanzierung wurde dem Antrag der CDU, dafür gegebenenfalls in 2015 den im Haushalt vorgesehenen Zuschuss nach der Richtlinie zur Förderung Kunst, Kultur, Sport und Gemeinwesenarbeit in Höhe von 20 000 Euro auszusetzen, zugestimmt. Tim Selzer (bürgerliches Mitglied SPD) konnte die Entscheidung nicht mittragen. Er forderte zuerst ein grundsätzliches Konzept für die Offene Jugendarbeit in Gettorf. „Wir machen hier den zweiten und dritten Schritt zuerst“, sagte er. Es sei nie ein Konzept erstellt worden, trotzdem aber mit Silke Wahl bereits sozialpädagogisches Personal eingestellt worden. „Das kann ich nur ablehnen.“ Mit diesem Einwand sei er zu spät dran, entgegnete die stellvertretende Ausschussvorsitzende Bodil Maria Busch (Grüne). „Wir wollen Jugendarbeit nicht von oben, sie soll von den Jugendlichen selbst kommen. Es gefällt uns ganz gut, was da von den Jugendlichen bisher vorgetragen wurde.“ So sah es auch Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD). „Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Standort richtig liegen“, sagte er. „Da sind die Jugendlichen. Und wir haben alle gesagt, so wollen wir handeln. Wir alle wollen doch, dass die Jugendarbeit in Gettorf voran kommt.“

Jens (15) und Liza (13) aus dem neu gefundenen Jugendbeirat hatten zusammen mit Sozialpädagogin Silke Wahl, die für ein Jahr mit der Konzeption einer Jugendarbeit in Gettorf beauftragt war, ihre Wünsche und erste Projekt-Ideen im Ausschuss bekräftigt. Sie wünschen sich eine Seilbahn, eine Nestschaukel und ein integratives Spielgerät auf dem Spielplatz am Fasanenweg. Zudem gibt es erste Ideen für ein Kino-Projekt. Ein mobiler Kinobetreiber konnte bereits gefunden werden, der bereit wäre, für 5 Euro Eintritt etwa im KuBiZ Filme zu zeigen. Für ein weiteres Projekt, in dem die Jugendlichen selbst Filme machen wollen, soll Kontakt zum Landesverband Jugend und Film aufgenommen werden.


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