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Krippe und Kita : Neudorf hebt Betreuungszeit und Gebühren an

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Krippe am Dorfplatz hat ab August bis 15 Uhr geöffnet / Gebühren steigen nach vier Jahren erstmals wieder

Die Kita Sterntaler hat bereits bis 15 Uhr geöffnet – ab August wird auch die Krippe De lütten Entdeckers so lange geöffnet sein. Die Mitglieder des Sozialausschusses sprachen sich dafür aus und trugen damit dem wiederholt geäußerten Bedarf von Eltern Rechnung.

Derzeit schließt die Einrichtung am Dorfplatz bereits um 14 Uhr ihre Türen – für Elternteile, die versuchen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, zu früh. Vier feste Anmeldungen für die zusätzliche Stunde lägen Leiterin Petra Möller bereits vor, berichtete Minona Wagenknecht von der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein gGmbH, dem Träger der Krippe. Und sie zeigte sich optimistisch, dass es mehr werden, sobald die neuen Öffnungszeiten gelten.

Die vertraglich festgelegte Grenze für die Schaffung zusätzlicher Betreuungszeiten liegt bei fünf Kindern, also eins mehr als der derzeit gemeldete Bedarf. „Je weniger Kinder da sind, desto größer ist der Unterschuss, den die Gemeinde tragen muss“, gab Holger Bohrmann (SPD) zu bedenken und forderte eine genaue Darstellung der Beträge. Christoph Arp (CDU) regte an, die Kosten für den nicht besetzen fünften Platz von 39 Euro im Monat auf die Eltern, die das Zusatzangebot nutzen, umzulegen – 10 Euro pro Monat und Kind mehr hielt er für vertretbar. Die Ausschussvorsitzende Karin Paasch (CDU) warnte vor einer möglichen Abwanderung der Eltern in andere Einrichtungen und sprach sich dagegen aus – das komme die Gemeinde noch viel teurer. Fraktionskollegin Andrea Pöhl-Jensen erinnerte an die Verlässlichkeit der Öffnungszeiten, die für Eltern gegeben sein müsse und sprach sich für eine Angleichung an die Kita-Zeiten aus. Dem folgten die Fraktionsvertreter einstimmig.

Anders sah es dagegen bei der Festsetzung der Betreuungsgebühren für die Eltern aus. Die liegen seit dem Kita-Jahr 2008/2009 bei 105 Euro für die Kita und 195 Euro für die Krippe (Kernzeit ohne Früh- oder Spätbetreuung). Mit einer Erhöhung um 20 Euro für die Kita und 30 Euro für die Krippe nähere sich die Gemeinde den Sätzen in anderen Orten des Dänisches Wohlds an, liege aber immer noch im unteren Bereich, argumentierte Paasch. Bohrmann sah darin einen Widerspruch zur finanziellen Unterstützung des Besuchs der Schule im Ort, die seit dem Sommer eine Privatschule ist. Unter Umständen werde so ein und derselben Familie, die man bei der Schule unterstützte, das Geld wieder aus der Tasche gezogen, meinte Bohrmann. „Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe“, hielt Pöhl-Jensen dagegen. Die Förderung für den Schulbesuch fließe, um den Standort erhalten zu können, fügte Ulrike Marquardt (CDU) hinzu.

Gegen die Stimmen der SPD wurde die Gebührenanhebung beschlossen.

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erstellt am 22.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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